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Der Bremer Damm wird für den Verkehr freigegeben

Am 22. Dezember 1959 wird der Zubringer vom Westschnellweg zum Königsworther Platz (Bremer Damm) mit 360 m langer Hochstraße für den Verkehr freigegeben.

Die frühere Verbindung vom Königsworther Platz in Richtung Bremen war der schon zur Zeit des Kurfürstentums Hannover auf den Plänen der Kurhannoverschen Landesaufnahme aus dem Jahr 1781 eingezeichnete ungefähre Verlauf der heutigen hannoverschen Straßen Nienburger, Herrenhäuser und Stöckener Straße. Diese Verbindung zwischen Hannover und Bremen stellte zugleich einen Teil vom „Post-Weg zwischen der Nienburg und der Neustadt“ dar.

Jahrhunderte später entstand nach Vorüberlegungen des hannoverschen Stadtplaners Karl Elkart. Die Umgehungsstraße um die Stadtteile Herrenhausen und Stöcken im unteren Leinetal sollte die Stadtteile entlasten. Die Planung wurde bereits zur Zeit des Nationalsozialismus ab 1938, als Verlängerung des dann erst nach dem Zweiten Weltkrieg planierten Leibnizufers, begonnen. Es sollte eine Einbindung des hannoverschen Straßensystems in das Netz der Reichsautobahnen geschaffen werden.

In den frühen Jahren der Bundesrepublik Deutschland wurde der Bremer Damm dann endlich aufgeschüttet. Dabei wurde auch der alte dem Stadtteil Linden-Nord gegenüberliegende Leinehafen nahezu spurlos beseitigt. Zeitgleich entstand der damals für die Continental AG gebaute, seinerzeit der höchste Neubau in Westdeutschland. Das Continental-Hochhaus diente zugleich der städtebaulichen Akzentuierung der Stadteinfahrt Bremer Damm.

Bildquellen:

  • Kalenderblatt: www.hannover-entdecken.de