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Fritz Haarmann wird verhaftet

Am 23. Juni 1924 wird der Serienmörder Fritz Haarmann er eher zufällig festgenommen und am 15. April 1925 hingerichtet. Ihm konnten insgesamt 27 Morde nachgewiesen werden.

1924 werden in Hannover 500 Leichenteile aus der Leine geborgen. Als Täter verdächtigt die Polizei den vorbestraften Fritz Haarmann. Seit 1918 hatte die Polizei in Hannover immer wieder Vermisstenmeldungen von besorgten Eltern aufgenommen, deren Söhne verschwunden waren. In den Wirren der Nachkriegszeit ist der Bahnhof von Hannover Sammelbecken für Heimatlose, Hehler und Prostituierte. 1918 gerät Haarmann in das Visier der Ermittler. Bei einer ersten Durchsuchung seiner Wohnung finden die Beamten aber keine Beweise.

Bei erneuter Durchsuchung seiner Wohnung in der Roten Reihe 2 in der Calenberger Neustadt finden die Ermittler dann Bekleidungsstücke junger Männer. Nach zweifelhaften Methoden gesteht der 44-jährige Haarmann am 1. Juli 1924 schließlich. Er gibt zu, mehr als zwanzig junge Männer im „sexuellen Rausch“ getötet zu haben. An die genaue Opferzahl kann er sich aber nicht erinnern. Seine Opfer, die er „Puppenjungs“ nennt, lockte er mit einem kostenlosen Essen in seine Wohnung, hatte meist Sex mit ihnen und biss ihnen dann die Kehle durch. Die Leichen zerstückelte er und entsorgte sie in der Leine.

Der „Schlächter von Hannover“, wegen 24-fachen Mordes zum Tode durch das Fallbeil verurteilt. Am 15. April 1925 wird er hingerichtet. Sein Kopf wird der Forschung bereitgestellt und fast 90 Jahre lang – in Formalin eingelegt – in der Göttinger Universitätsklinik aufbewahrt.

Bildquellen:

  • Kalenderblatt: www.hannover-entdecken.de