Alle Artikel mit dem Schlagwort: Kino im Sprengel

Johnny Flash

Johnny Flash – Hommage an Werner Nekes

Am 22. Januar dieses Jahres ist der Experimentalfilmer Werner Nekes gestorben. Im November 2015 war er noch zu Gast im Kino im Sprengel. Als Hommage zeigt das Kino im Sprengel am Samstag, 18.03.2017 um 20:30 Uhr den Film Johnny Flash. „Eine merkwürdige Erfahrung der Kritik: am schwersten ist es heute, jemanden zu loben; aber wir kommen nicht umhin, den Filmkünstler Werner Nekes in höchsten Tönen zu loben. Wir müssen, wie das schon viele taten, feststellen, daaü Werner Nekes einer der herausragenden Filmkünstler der Gegenwart ist. Er entwickelte eine völlig unverwechselbare filmkünstlerische Sprache. Er arbeitet seit 17 Jahren kontinuierlich, aber ohne Verbissenheit. Ja, er bietet das Bild eines wahren Meisters gerade dadurch, daß er es stets vermied, seine Arbeit als Resultat heroischer Kämpfe eines Künstlers darzustellen. Er ist durch Selbstironie und Witz, Kooperationsbereitschaft und Begabung zu Freundschaften immer in der Lage gewesen, sein Werk als eine bloß beiläufige Konsequenz des Interesses am Filmen darzustellen – eines Interesses, wie es viele Zeitgenossen zu haben scheinen. (Bazon Brock, 1982, anlässlich des Filmstarts von „Uliisses“) Der Film: Werner Nekes, …

Senza chiedere permesso

Senza chiedere permesso – Ohne um Erlaubnis zu fragen

Dokumentarfilm mit versteckter Kamera über die Arbeitskäpfe bei Fiat von 1969 – 1980 Der junge Bäcker Pietro Perotti zieht aus dem Hinterland nach Turin und beginnt bei Fiat zu arbeiten und politisch aktiv zu werden. Er kauft sich eine Super-8-Kamera, die er in die Fabrik schmuggelt, um den Arbeitsalltag in Bild und Ton festzuhalten. Er produziert Dokumente der Demonstrationen, Streikposten und der großen Versammlungen. In der Produktion von Manifesten, Zeitungen, großen Gummifiguren der Fiatchefs und Entscheidungsträger und später Sprüchen und Zeichnungen auf den Klos der Fabrik gab er den Kämpfen auch einen kreativen, künstlerischen Beitrag. Die Filmaufnahmen konnte er zum Teil erst Jahre später sichten, da er zunächst keine Abspielmöglichkeit hatte. Im Film sind diese einzigartigen Aufnahmen zu sehen und zu hören. 1985 beschließt Pietro, zu kündigen und das sinkende Schiff zu verlassen. Bei Fiat in Turin begann die industrielle Fließbandproduktion in Italien. Heute wird dort nur noch alle paar Tage gearbeitet. Die Fiat-Werke waren der Ort der wohl heftigsten und langanhaltesten Arbeitskämpfe in Westeuropa. Der Film gibt die Stimmung der bewegten Jahre von 1969 …