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VHS-Hannover

Veranstaltung zum Freiraumentwicklungskonzept „Stadtgrün 2030“

In einer öffentlichen Beteiligungsveranstaltung am kommenden Dienstag (21. November) möchte der Fachbereich Umwelt und Stadtgrün der Landeshauptstadt mit interessierten EinwohnerInnen im Rahmen von fünf Workshops erörtern, wie sich das Freiraumsystem in Hannover bis zum Jahr 2030 entwickeln soll. Dazu gehören Fragen der Pflege, Nutzbarkeit und Ausstattung der Freiräume sowie mögliche Konfliktfelder und Lösungsansätze. Es soll darüber gesprochen werden, wo Änderungen oder Ergänzungen im Freiraum erforderlich sind. Auch wird thematisiert, wie das Freiraumsystem an veränderte Rahmenbedingungen anzupassen ist, wie etwa an die demografische Entwicklung oder den Klimawandel.

Die Beteiligungsveranstaltung mit dem Titel „Stadtgrün 2030 – Ein Freiraumentwicklungskonzept für Hannover“ am Dienstag (21. November) im Vortragssaal der Ada-und-Theodor-Volkshochschule Hannover, Burgstraße 14, beginnt um 17 Uhr und endet etwa gegen 20.15 Uhr. Die Veranstaltungsräume sind barrierefrei zugänglich, die Redebeiträge werden in Gebärdensprache übersetzt.

Zeitgleich startet am Dienstag eine einmonatige Online-Beteiligung zu dem Thema unter www.hannover.de/stadtgruen2030. Interessierte können sich auch dort über das Projekt informieren und bis zum 21. Dezember dem Fachbereich Umwelt und Stadtgrün ihre Vorstellungen zur Entwicklung des Freiraumsystems in Hannover mitteilen.

Hintergrund:

Hannover ist eine Stadt, die wieder wächst, die attraktiv bleiben und sich für die Zukunft wappnen will. Deshalb wurde im Rahmen des Stadtentwicklungskonzepts „Mein Hannover 2030“ beschlossen, ein Freiraumentwicklungskonzept „Stadtgrün 2030“ zu einem von sechs Referenzprojekten im Handlungsfeld „Wirtschaft, Arbeit, Wissenschaft und Umwelt“ zu erarbeiten. Mit diesem Konzept verbindet die Landeshauptstadt das Ziel, das Grünflächensystem in der Stadt zu sichern und zukunftsfähig zu gestalten. Es definiert zukünftige Anforderungen von Gesellschaft und Umwelt, zum Beispiel gute Erreichbarkeit, klimagerechte Gestaltung und die barrierefreie Nutzbarkeit der städtischen Freiräume. Die Bearbeitung mündet in ein Ziel- und Maßnahmenkonzept für die nächsten rund 15 Jahre, das durch den Rat der Stadt beschlossen werden soll. Daran schließt sich ein Maßnahmenprogramm an, in dessen Verlauf die einzelnen Maßnahmen ausgearbeitet und anschließend Schritt für Schritt umgesetzt werden sollen.

Raum für Bewegung - Plätze für Familien

Thementag: „Raum für Bewegung – Plätze für Familien“

Raum für Bewegung - Plätze für FamilienIdeen sind gefragt: Am 10. November kann man im Sportinstitut der Leibniz Universität die sportliche Zukunft Hannovers mitgestalten

Beim diesjährigen Fachtag des Bereiches Sport und Bäder der Landeshauptstadt liegt der Fokus auf Familien im Sport. Die Veranstaltung wird um 9 Uhr beginnen, sie dauert bis 16 Uhr.
Die kostenlose Tagesveranstaltung beginnt mit zwei Impulsvorträgen. In einer anschließenden Werkstattphase können die TeilnehmerInnen an einem von sechs Themenschwerpunkten mitarbeiten.

Gemeinsam sollen Ideen entwickelt werden, wie Hannover als familienfreundliche Sportstadt weiter voran gebracht werden kann:

  • Was wünschen sich Familien, um gemeinsam sportlich aktiv zu werden oder mehr Bewegungsmöglichkeiten in ihren Alltag integrieren zu können?
  • Welche Trends und Entwicklungen zeichnen sich ab?
  • Was können Vereine und Verbände, kommunale Sportentwicklung, Kitas, Schulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen, Stadt- und Freiraumplanung dazu beitragen?

Die Stadt Hannover lädt Fachkräfte, Ehrenamtliche und Interessierte herzlich dazu ein, diese Fragen zu beleuchten und zu diskutieren.

Der dort genannte Anmeldschluss verstreicht zwar heute, Interessierte können sich aber noch melden. Anmeldung und weitere Auskünfte unter (0511) 168-34174 an.

Veranstaltungsort:
Sportinstitut der Leibniz Universität/ Zentrum für Hochschulsport
Am Moritzwinkel 6
30167 Hannover

Ludwig-Windhorst-Schule

St. Martin meets Martin Luther

Martinsmarkt am Montag, dem 13.11. in der Ludwig-Windthorst-Schule

Ein munterer Martinsmarkt mit vielen attraktiven Angeboten erwartet die Besucher der Ludwig-Windthorst-Schule am Montag, dem 13. November von 15.00 – 18.00 Uhr in der Ludwig-Windthorst-Schule. Er steht unter dem Motto „St. Martin meets Martin Luther“ und zeigt die Ergebnisse des schuleigenen Kirchentages aus dem Oktober dieses Jahres.

Über 40 Klassen und Gruppen haben ein umfangreiches Programm erarbeitet, zu dem Mitmachbasteleien, sportlichen Aktionen, ein Bücherflohmarkt, Theaterstücke, Infostände, musikalische Darbietungen, Spielstände und viele andere Attraktionen gehören. Die Bandklassen treten ebenso im „Kulturzentrum“ Musikraum auf wie die Theatergruppe. Für Essen und Trinken ist ebenfalls gesorgt Das Angebot reicht von Kaffee und Kuchen bis zu Bockwürstchen, auch die traditionellen Martinsgänse (Backwaren) sind vorhanden.

Gleichzeitig werden an einzelnen Stationen die Ergebnisse des schuleigenen Kirchentages vorgestellt, der vor den Herbstferien in der Schule stattfand. Der Erlös wird geteilt – wie bei St. Martin: Eine Hälfte kommt dem Förderverein der Schule zugute, die andere Hälfte wird an Misereor gespendet. Der Martinsmarkt endet mit einer kurzen abendlichen Besinnung im Atrium.

Verantwortlich für diesen Text: Siegfried Heinemann
Weitere Infos findet man unter www.ludwig-windthorst-schule.de

22. Wolfgang-Abendroth-Forum

22. Wolfgang-Abendroth-Forum

Europa nach den Wahlen

Für Menschenwürde, Toleranz und Solidarität

Mittwoch, 08. November 2017
(Geburtstag von Otto Brenner)
im DGB-Haus um 18:00 Uhr
Otto-Brenner-Straße 1, 30159 Hannover

Armut, Ausgrenzung, Perspektivlosigkeit und Unsicherheit einerseits und riesige Vermögen in wenigen Händen andererseits spalten unsere Gesellschaft.

Dies ist der Nährboden für Rassismus und die politische Rechte in Deutschland und Europa.

Dazu wollen, können und werden wir nicht schweigen.

Programm:

Dr. Patrick Schreiner, ver.di Bundesvorstand
Die wirtschaftspolitische Programmatik der neuen Regierung für Deutschland und Europa.

Prof. Dr. Klaus Busch (i.R), Universität Osnabrück
Die politische Rechte in Europa; Ursachen, Entwicklung und demokratische Gegenwehr.

Hintergrundinformationen:

Otto Brenner

geboren am 8. November 1907 in Hannover
Antifaschist und Widerstandskämpfer

  • 1947 Wahl zum Leiter des IG Metall-Bezirks Hannover
  • 1946-53 Ratsherr der Stadt Hannover
    Mitglied in der Entnazifizierungskammer der Stadt
  • Bis 1953 Mitglied im Schulausschuß der Stadt
  • 1956 Wahl zum 1. Vorsitzenden der IG Metall bis zu seinem Tod 1972

Wolfgang Abendroth

Wolfgang Abendroth war nach 1945 zuerst in der sowjetischen Besatzungszone Dozent der rechts- und staatswissenschaftlichen Fakultät in Halle und ab 1951 dann Professor am Lehrstuhl für Politikwissenschaft an der Philipps-Universität in Marburg.

Als Verfassungstheoretiker hat er die Interpretation des Grundgesetzes als einer demokratischen und rechtsstaatlichen Gegenverfassung zum Dritten Reich ins politische Zentrum gerückt. Dabei hat er immer den antifaschistischen Auftrag des Grundgesetzes von 1949 betont.

Ihn verband eine besondere Freundschaft mit Otto Brenner, dem Vorsitzenden der IG Metall. Wolfgang Abendroth erstellte verfassungsrechtliche Gutachten im Auftrag der Gewerkschaften zum Streikrecht in der Bundesrepublik. Politisch stand er den Gewerkschaften sehr nahe.

ME AND MY CITY

Jeder Tag ist eine Aufnahme wert

ME AND MY CITY

ME AND MY CITY

ME AND MY CITY – ein autobiografisches Kunst-Medienprojekt

Im Stadtteilzentrum Lister Turm startet ab Montag, 6.11.2017 das Kunst-Medien Projekt „ME AND MY CITY“. Dieses Ton- und Bildprojekt richtet sich an junge Menschen im Alter von 17 bis 27 Jahren. Alle die gerne autobiografisch arbeiten, Tagebuch führen, oder alles dokumentieren und das unter künstlerischen Aspekten ausprobieren oder vertiefen wollen. Ab 16:00 Uhr trifft sich die Gruppe für eineinhalb Stunden. Angeleitet und begleitet wird das Projekt von der in Hannover lebenden Künstlerin Vera Frese.

Was ist einem fern, fremd – was nah, vertraut? Mit dem Handy wird ein Bild oder Video aufgenommen. Wahlweise auch Geräusche, Klänge oder Sprache, jeden Tag, über einen Zeitraum von zwei Wochen. Es werden besondere oder alltägliche Momente festgehalten, etwas dazu geschrieben oder inszeniert. Die Ergebnisse münden in eine erlebbare und wandernde Installation.
Ab dem 06.11. wird das Material für ca. 4 Wochen gesammelt und zusammengestellt. In dieser Zeit treffen sich die TeilnehmerInnenn jede Woche zur Besprechung.

Die Teilnahme an dem Projekt ist kostenfrei. Um Anmeldung unter Tel. 168-42402 wird gebeten.
Dieses Projekt entstand in Kooperation mit Kargah e.V.

Niedersachsenstadion (HDI Arena)

Stadt und Sport in historischer Perspektive

Niedersachsenstadion (HDI Arena)

Niedersachsenstadion (HDI Arena)

Öffentliche Tagung des Stadtarchivs Hannover und des Niedersächsischen Instituts für Sportgeschichte e. V. in Hannover (NISH):

Anmeldungen noch bis zum 1. November

„Stadt und Sport in historischer Perspektive“ lautet der Titel einer national und international besetzten Tagung, zu der das Stadtarchiv Hannover und das Niedersächsischen Institut für Sportgeschichte e. V. in Hannover (NISH) einladen. ReferentInnen von Universitäten aus Hannover, Berlin, Magdeburg, Potsdam, Hildesheim und Köln, aber auch aus Nottingham und Szczecin beleuchten vergleichend, wie sich der Sport in verschiedenen Städten inner- und außerhalb Deutschlands im 20. Jahrhundert entwickelt hat und welche Rolle dabei die kommunalen Verwaltungen gespielt haben.

Die Tagung dauert von Freitag (10. November) 14 Uhr bis Sonnabend (11. November) 13 Uhr. Neben den spannenden Vorträgen diskutieren am Freitag (10. November) um 18 Uhr Oberbürgermeister Stefan Schostok, Wolf-Dietmar Kohlstedt, Stadtsportbund Hannover, Norbert Engelhardt, Landessportbund Niedersachsen, Björn Bremer, Geschäftsführer Hannover 96, und Stefanie Eichel, eichels event, über die gegenwärtigen Bezüge zwischen Stadt und Sport in Hannover. Für die Moderation zeichnet Christoph Dannowski, Neue Presse, verantwortlich.

Alle Veranstaltungen finden im Mosaiksaal des Neuen Rathauses statt und sind öffentlich. Um Anmeldung beim Stadtarchiv Hannover unter der Telefonnummer 168-42173 oder der E-Mail-Adresse stadtarchiv@hannover-stadt.de wird gebeten.

Seit dem späten 19. Jahrhundert ist Sport ein zentraler Bestandteil städtischer Politik. Sport leistet einen wichtigen Beitrag zur Jugend- und Gesundheitspflege, trägt aber auch zur Identifikation der Bevölkerung mit ihrer Stadt bei und ist zugleich ein wesentlicher Faktor des Stadtmarketings. Sportstätten sind Teil der städtischen Infrastruktur und prägen weithin sichtbar das Bild einer Stadt.

Das komplette Programm:

Freitag (10. November)

14 Uhr
Grußworte

14.15 Uhr, Prof. Dr. Christiane Eisenberg Historikerin, Humboldt-Universität zu Berlin
Der städtische Sport im Spannungsfeld von Markt und staatlicher Subvention, historische Betrachtungen zum deutschen Beispiel

15 Uhr, Prof. Dr. Helen Meller, Historikerin, University of Nottingham
“The pleasure and health of the community”, Sport in Bristol from the 1860s – 1930s

16 Uhr, Dr. Michael Thomas, Sporthistoriker, Universität Magdeburg
Kommunale Einrichtungen zur Verwaltung des Sports in Magdeburg – vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die 1930er-Jahre

16.45 Uhr Vanessa Erstmann, M.A., Historikerin, Hannover
Sportstadt Nr. 1? Hannovers „sportliche“ Werbestrategien im frühen Stadtmarketing

18 Uhr, Podiumsdiskussion: Stadt und Sport in Hannover
Mit Oberbürgermeister Stefan Schostok, Wolf-Dietmar Kohlstedt, Stadtsportbund Hannover, Norbert Engelhardt, Landessportbund Niedersachsen, Björn Bremer, Geschäftsführer Hannover 96, und Stefanie Eichel, eichels event

Moderation Christoph Dannowski, Neue Presse

Sonnabend (11. November)

9 Uhr, Prof. Dr. Wojciech Liponski Historiker, University of Szczecin
Recreation, physical education and sport in the town of Posnan-Posen, some historic remarks of German-Polish coexistence in the 19th and 20th centuries

9.45 Uhr, Prof. Dr. Stephan Wassong und Dr. Ansgar Molzberger, Sporthistoriker, Deutsche Sporthochschule Köln
„Bereit für Olympia“!? Die Kölner Sportlandschaft in der Weimarer Zeit und die Rezeption der Olympischen Spiele 1936

11 Uhr, Dr. Berno Bahro, Sporthistoriker, Universität Potsdam
Sportstättenentwicklung in Potsdam zwischen Schul-, Breiten- und Leistungssport 1949 bis 1990

11.45 Uhr, Christian Becker, M.A., Sporthistoriker, Hildesheim
Deutschlands Sportstadt Nr. 1, Sportpflege und -förderung durch die Stadt Hannover 1945 bis 1974

12.30 Uhr Abschlussdiskussion

Hannah Arendt - Niemand hat das Recht zu gehorchen

20. HANNAH ARENDT TAGE starten mit Ausstellung „Geheimnis – Ein gesellschaftliches Phänomen“

In einem Pressegespräch anlässlich des 20. Jubiläums der HANNAH ARENDT TAGE hat heute (16. Oktober) Oberbürgermeister Stefan Schostok, zugleich Vorsitzender des Kuratoriums der HANNAH ARENDT TAGE, das Programm der Veranstaltungsreihe und die interaktive Ausstellung „Geheimnis – Ein gesellschaftliches Phänomen“ vorgestellt. Mit der Auftaktveranstaltung „Wissen – Macht – Meinung: Wie demokratisch wird das digitale Jahrhundert?“ werden morgen (Dienstag, 17. Oktober) um 19 Uhr die HANNAH ARENDT TAGE 2017 in der Galerie Herrenhausen offiziell eröffnet.

Wie können wir die digitale Gesellschaft, in der sich alles miteinander vernetzt, mitgestalten? Welche Folgen hat der digitale Wandel für unsere Demokratie? Und ist das Netz im Sinne des Politikverständnisses von Hannah Arendt der neue, gemeinsam erzeugte, öffentliche Raum, in dem wir als Freie und Gleiche handeln? Oder ist die Idee vom gemeinsamen Teilhaben ein Trugschluss? Droht uns sogar ein Rückfall in eine selbstverschuldete Unmündigkeit? Diesen Fragen stellen sich die 20. HANNAH ARENDT TAGE in Hannover vom 17.-21. Oktober 2017 unter dem Titel „Wissen – Macht – Meinung: Demokratie 5.0“, zu denen die Landeshauptstadt Hannover, die Leibniz Universität Hannover und die VolkswagenStiftung einladen. Die interaktive Ausstellung der Nemetschek Stiftung „GEHEIMNIS – Ein gesellschaftliches Phänomen“ im Museum Schloss Herrenhausen ergänzt die Fragestellungen der HANNAH ARENDT TAGE. Sie beleuchtet Aspekte einer sich verändernden „Kultur der Geheimhaltung“ im Zeitalter der digitalen, globalen Öffentlichkeit. Ein vielfältiges Rahmenprogramm zur Ausstellung, die vom 18. Oktober 2017 bis zum 8. April 2018 zu sehen ist, umfasst Angebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Die VR-Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Norddeutschland, die Hannoversche Volksbank, die Freunde des Historischen Museums e.V. und Heise Medien GmbH & Co. KG unterstützen die diesjährigen HANNAH ARENDT TAGE und die Ausstellung.

Im Rahmen des breit gefächerten Programmes der HANNAH ARENDT TAGE diskutieren Fachleute aus Politik, Wissenschaft und der digitalen Welt an vielen Orten in der Stadt: der Galerie in Herrenhausen, der Leibniz Universität, der Ada-und-Theodor-Lessing-Volkshochschule, im Hafven und im Schloss Herrenhausen. Erstmalig werden die Eröffnung und eine Diskussionsveranstaltung in einem Livestream auf www.heise.de übertragen.

Darüber hinaus präsentiert sich die Veranstaltungsreihe mit unterschiedlichen Formaten: einer Lunch Lecture zur „Digitalen Evolution“, einem Studierendenprojekt zur digitalen Stadtkommunikation, einer Fishbowl-Diskussion zur „Kommune 5.0“ und einem mehrtägigen Schulprojekt zu „Hannah Arendt und die gesellschaftlichen Folgen der Digitalisierung“. Ein besonderes Highlight findet außerdem im Museum Schloss Herrenhausen statt. Die interaktive Schau „GEHEIMNIS – Ein gesellschaftliches Phänomen“ hinterfragt die schwierige Balance zwischen Transparenz und Geheimhaltung in der digitalen Gesellschaft, berichtete der Oberbürgermeister.

Statements

Oberbürgermeister Stefan Schostok:

„Mit den HANNAH ARENDT TAGEN erinnert die Landeshauptstadt Hannover an die große Tochter dieser Stadt. Zum 20. Jubiläum hat sich die Veranstaltungsreihe neu aufgestellt. Sie wird vielfältiger, diskursiver und aktueller. Mit der Wahl des Themas möchten wir eine breite gesellschaftliche Diskussion über Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung für unsere Demokratie, nach neuen Formen der politischen Kommunikation und zukünftigen Gestaltungsspielräumen für eine tragfähige „Demokratie 5.0“ anstoßen. Der digitale Wandel des Alltags ist unübersehbar. Er verändert die Wirtschaft, aber auch unseren individuellen Lebensstil. Es geht jetzt darum, den technologischen Fortschritt, der von kommerziellen Unternehmen vorangetrieben wird, politisch zu gestalten. Sind wir für die damit verbundenen Anforderungen gewappnet? Dieser Frage und anderen Aspekten werden die HANNAH ARENDT TAGE 2017 nachgehen. Ohne die zahlreichen Kooperationspartner und vor allem Förderer wäre die Neuausrichtung der HANNAH ARENDT TAGE und die Präsentation der Ausstellung „GEHEIMNIS – Ein gesellschaftliches Phänomen“ nicht möglich gewesen – Ihnen danke ich herzlich.“
Dr. Wilhelm Krull, Generalsekretär der VolkswagenStiftung:

„Die in Hannover-Linden geborene Denkerin Hannah Arendt hat gleichermaßen großen Einfluss auf Wissenschaft und Politik gehabt. Mit den Hannah-Arendt-Tagen ihr vielfältiges Werk und ihre außergewöhnliche Persönlichkeit zu ehren, ist daher auch für die VolkswagenStiftung ein bedeutendes Anliegen. Besonders wichtig an der Kooperation mit der Leibniz Universität und der Stadt Hannover ist der Stiftung, dass die Hannah-Arendt-Tage den Menschen in Hannover die Gelegenheit bieten, mit Wissenschaft und Politik in einen Dialog zu treten und ihre Fragen und Anliegen in diesen Diskurs einbringen zu können. Dies bleibt auch dann elementar wichtig, wenn sich unsere Demokratie vor dem Hintergrund des wissenschaftlich-technologischen Fortschritts und im digitalen Wandel rasant verändert. Sich engagieren, einander zuhören und wissenschaftliche Fakten in den Austausch von Positionen, Meinungen und Haltungen wirksam einbeziehen, sind heute mehr denn je wichtige Zukunftsaufgaben.“
Jürgen Rink, heise online:

„Hannah Arendt hat in ihrem Wirken als Philosophin und Publizistin immer wieder die Veränderungen in der Arbeit und der individuellen Verfasstheit durch Technik thematisiert. Wir fühlen uns diesem Ansatz verpflichtet, wir setzen uns kritisch mit den Auswirkungen von IT und Technik allgemein auf die Gesellschaft auseinander. Als großes hannoversches Medienhaus sind wir uns unserer Verantwortung bewusst, deshalb unterstützen wir sehr gern gesellschaftspolitische Aktionen und Veranstaltungen in der niedersächsischen Landeshauptstadt, so auch die Hannah-Arendt-Tage.“
Jürgen Wache, Sprecher des Vorstandes der Hannoverschen Volksbank:

„Die Ausstellung „Geheimnis – Ein gesellschaftliches Phänomen“ wendet sich insbesondere an junge Menschen und beleuchtet Themen wie Transparenz, Vertrauen, Freiheit und Verantwortung. Ein wichtiger Beitrag in unserer digitalen Welt, in der ein Klick, Post oder Tweet globale Öffentlichkeit herstellen kann.“


In den Sozialen Medien werden die HANNA ARENDT TAGE mit dem Hashtag #HannahArendt17 präsent sein und digital erlebbar gemacht.

Das Programm der 20. HANNAH ARENDT TAGE vom 17.-21.10.2017 und Informationen zur Ausstellung und zum Rahmenprogramm der Schau gibt es unter:

Gedenken an Hannah Arendt (Egon Kuhn und Edelgard Bulmahn)

Hannah Arendt Tage 2017 – „Wissen – Macht – Meinung: Demokratie 5.0.“

Gedenken an Hannah Arendt am Lindener Markt (Egon Kuhn und Edelgard Bulmahn - 2009)

Gedenken an Hannah Arendt am Lindener Markt (Egon Kuhn und Edelgard Bulmahn – 2009)

Wenn Algorithmen regieren und verwalten“ am 19. Oktober um 19 Uhr, Volkshochschule Hannover

Smarte Geräte unterstützen schon lange unseren Alltag und auch unser Berufsleben. Doch damit wirklich ein Mehrwert durch die intelligenten Helfer geschaffen wird, müssen sie automatisiert auf eine Vielzahl von personenbezogenen Daten zugreifen und sie mit Hilfe von angemessenen Algorithmen auswerten. Nichts Neues für große Unternehmen der Unternehmen der Digitalwirtschaft.

Auch der Staat und der öffentliche Sektor versprechen sich durch den Einsatz solcher Algorithmen Effizienz- und Kostenvorteile.

Wie wird die vollautomatisierte Kommunalverwaltung der Zukunft aussehen? Was geschieht mit den gewonnenen Daten? Und: Wie viel autonomes Regieren ist tatsächlich sinnvoll?

Über diese Fragen referieren Dr. Mike Weber (stellv. Leiter ÖFIT bei Frauenhofer FOKUS) und Dr. Constanze Kurz (Sprecherin Chaos Computer Club). Im Anschluss können Sie sich im Rahmen einer Fishbowl-Diskussion mit Ihren Erfahrungen, Anmerkungen oder auch Fragen beteiligen.

Das gesamte Programm der HANNAH ARENDT TAGE 2017 ist im Internet zu finden: https://www.hannover.de/Wirtschaft-Wissenschaft/Wissenschaft/Initiative-Wissenschaft-Hannover/HANNAH-ARENDT-TAGE

CK Voice Lessons – Chor – 1 month for free!

Schon mal Gänsehaut gehabt, weil ein vielstimmiger Chor Dich mit den gesungenen Harmonien voll und ganz erreicht hat? Hol Dir dieses Feeling!
Komm vorbei und sei Teil des CK Voice Lessons Chors – 1 Monat gratis!

In der Gesangschule CK Voice Lessons hat sich im letzen Jahr ein kleiner Contemporary Chor gegründet, welcher sich im Genre Pop, Soul und Jazz bewegt. Der Chor wird von Vocal Coach Daniela geleitet und eignet sich super für Einsteiger und Anfänger. Natürlich sind auch erfahrene Sänger willkommen.

Im Chor werden die Grundlagen des Singens vermittelt. Du kannst also ohne Vorkenntnisse gleich loslegen. Der Fokus liegt auf Atemtechniken, einfachen Gesangsübungen und der Entwicklung deiner Stimme.
Daniela hilft dir dabei! Gleichzeitig trainierst du hervorragend auf natürlichem Weg, deine Stimme zu halten, obwohl du gemeinsam mit anderen singst.

Immer Dienstags von 20:00 – 21:30 Uhr treffen wir uns bei CK Voice Lessons um gemeinsam an unseren Stücken zu proben.

CK Voice Lessons
Gesangschule Hannover
Callinstraße 42
30167 Hannover
0511 -8993 4010
julia@ckvoicelessons.de

Drehung im Kopf

„Drehung im Kopf“

Fake als subversive, künstlerische Strategie

Mittwoch, 13.09.2017 – 20 Uhr
Medienhaus Hannover, Schwarzer Bär 6

Referent: Georg Klein

Die subversive Strategie des Fake | BRIMBORIA Institut
„Fakes als künstlerische Strategie zu nutzen, stellt eine Gratwanderung in mehrfacher Hinsicht dar: man verlässt die reine Sphäre der Kunst, man spielt mit dem Publikum ein doppeltes Spiel, man greift in die Wirklichkeit ein, ohne zu wissen, wie es ausgeht. Das Riskante daran ist zugleich der Reiz – ein sehr starker Reiz, wie ich anhand meines ersten, durch und durch als Fake ausgearbeiteten Projekts erfahren konnte.“

„Kunst ist die Kunst so zu tun, als ob. Das wirkt am nachhaltigsten.“ so schrieb eine Rezensentin der Berliner Zeitung zu diesem Projekt – und es ist diese Wirkungskraft im Kopf, das das Spiel mit einem Fake so attraktiv macht. Für einen bestimmten Zeitraum müssen die Rezipienten sich der gefaketen Wirklichkeit aussetzen, was ein hohes provokatives Potential erzeugen kann. Im Gegensatz zur Täuschung, Fälschung und Betrug wird beim Fake jedoch „das Moment der Enthüllung von vorneherein mitentworfen“. D.h. dass der Rezipient nach einer gewissen Zeit dahinterkommen kann und soll, was hier gespielt wird. Erst dann setzt die volle Erkenntnis ein und oft auch ein humorvolles Aufatmen. Diesen Punkt haben wir im Wachturmprojekt unterschiedlich lang hinausgezogen, je nach Verhalten der Besucher, ob sie sich entrüstet, unsicher oder interessiert zeigten. Einige haben jedoch bereits während der Führung durch den Turm anhand des überspitzt formulierten Infoblatts oder der ins Extremgehenden Grünfärbung des Lichts oder des mächtigen, durchdringenden Turmklangs das Spiel erkannt: eine Drehung im Kopf, die die Besucher anders hinauslässt als sie hereingekommen waren.

Jüngstes Beispiel ist die Aktion der Gruppe „Zentrum für politische Schönheit“ mit ihrer gefaketen Website des Bundesfamilienministeriums, auf der zur Aufnahme und Patenschaft von 55.000 syrischen Flüchtlingskindern aufgerufen wird. Doch bereits Orsen Welles erlangte seine Bekanntheit durch einen Fake, dem fiktiven Hörspiel „Krieg der Welten“ von 1938. Er nutzte das normale Radiomusikprogramm, das ab und zu von einem Moderator unterbrochen wurde, um die neuesten Nachrichten zur Invasion vom Mars zu verbreiten. Angeblich soll die Sendung zu einer Panik an der Ostküste der USA geführt haben, doch soll es sich bei den Presseberichten darüber ebenfalls um gezielte Übertreibungen gehandelt haben, die Welles erst berühmt machten.
Georg Klein

Themenreihe Gesellschaftskritik – In Kooperation mit dem NLQ Hildesheim.
Während der Veranstaltung werden Foto- und Filmaufnahmen gemacht.

Eintritt: frei

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