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Mexikanische Kulturtage

Erste „Mexikanische Kulturtage 2018“ in Hannover

Mexikanische KulturtageMexikos kulturelle Vielfalt im Künstlerhaus

Der berühmte Maya-Kinderchor „Yidzat il Kay“ (Die Kunst zu singen) aus Mexiko, der wie kein anderer die Kultur der Maya verkörpert, etwa durch das Musizieren mit prähispanischen Instrumenten und Liedern in der Sprache der Maya, kommt zu den ersten „Mexikanischen Kulturtagen 2018“ nach Hannover. Vom 22. bis zum 30. April präsentieren die Deutsch-Mexikanische Gesellschaft und das Kulturbüro der Stadt passend zum Partnerland Mexiko der HANNOVER MESSE ein Programm aus Filmen, Vorträgen, Musik und einer Fotoausstellung, die das Lebensgefühl und die kulturelle Vielfalt des lateinamerikanischen Landes in Hannover widerspiegeln.

Zur Eröffnung am Sonntag (22. April) um 12 Uhr im Künstlerhaus in der Sophienstraße 2 mit Thomas Hermann, Bürgermeister der Landeshauptstadt Hannover, und Dr. Karl Heinrich Mohrmann von der Deutsch-Mexikanischen Gesellschaft hat um 12.15 Uhr der Maya-Chor seinen Auftritt. Im Anschluss führt der preisgekrönte mexikanische Fotograf Sergio Tapiro, bekannt für seine eindrucksvolle Naturfotografie – 2016 gewann er den „World Press Photo Award“ und 2017 den „NatGeoTravel Photographer of the Year“, durch die Ausstellung „Volcanes y ballet folclórico“, die faszinierende Fotografien von Vulkanen und farbenfrohen Folkloretänzen, dem mexikanischen „ballet folclórico“, zeigen. Noch am gleichen Abend wird der Film „Bittersüße Schokolade – Como agua para chocolate“ von 1992 aufgeführt.

Weiter geht das umfangreiche Programm am 23. April um 18 Uhr mit einem Film und Vortrag über „Die Masken des Simón Morales“ sowie am 24. April mit einem Vortrag von Professor Dr. Inés de Castro über die Maya-Kultur Mittelamerikas sowie dem Auftritt der mexikanischen Tanzgruppe „Sol-Méxiko“. Am 25. April flimmert der Film „Eisenstein in Guanajuato“ aus dem Jahr 2014 über die Leinwand. Am 27. April werden die Filme „Coco – Lebendiger als das Leben“ und danach Doris Dörries „Dieses schöne Scheißleben“– ein Film, der sich mit der Welt der Mariachis befasst, gezeigt.

Zur Deutsch-Mexikanischen Gesellschaft e.V. (DMG):

Die DMG will die Beziehungen zwischen Deutschland und Mexiko fördern. Schwerpunkte der Aktivitäten sind die interkulturelle Verständigung sowie die Förderung sozialer Projekte in Mexiko. Sie bietet ein bundesweites Netzwerk für geschäftliche und private Informationen zu Mexiko. Mit ihrer Arbeit trägt die DMG dazu bei, das Interesse an Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft zu vertiefen sowie ein authentisches und aktuelles Bild Mexikos zu vermitteln.

Mehr unter www.deutschmexikanisch.de.

Maschseeflotte startet in die neue Saison

Frühlingsanfang in Hannover: Die Maschseeflotte legt ab

Maschseeflotte startet in die neue Saison

Maschseeflotte startet in die neue Saison

Am Karfreitag, den 30. März, startet mit der MS Deutschland das erste Boot der Maschseeflotte in die Saison.

Die Flotte
Die Maschseeflotte besteht aus vier Ausflugs- und Partyschiffen, die mit umweltfreundlichen Elektromotoren betrieben werden. Das Kabinenschiff „EMS Deutschland“ ist das Hauptlinienboot, für alle Wetterlagen geeignet und wird als erstes Boot in die Saison starten. Der Star der Flotte ist der Solarkatamaran „EMS Europa-enercity“. Dank seines Solarantriebs gleitet er lautlos über den Maschsee und bietet Platz für 46 Personen. Die „EMS Hannover“ ist das kleinste Schiff der Flotte – mit ihrem offenen Verdeck ist sie aber umso einladender. Als Partyschiff ist die „EMS Niedersachsen“ mit einer Theken- und Musikanlage ausge-stattet. Bis zu 44 Personen finden auf ihr Platz zum Feiern.

Fahrplan der Maschseeflotte
Vorsaison bis 15. Mai:
täglich 11 – 17 Uhr
Hauptsaison bis 15. September:
täglich 10 – 18 Uhr
Nachsaison bis Ende Oktober:
täglich 11 – 17 Uhr

Abfahrtzeiten

Anlegestelle Abfahrtszeit zur Minute
Nordufer/Fackelträger ´00
Ostanleger/Altenbekener Damm ´08
Strandbad/Südufer ´18
Quelle ´24
Westanleger/Fährhaus ´36
Stadion ´44

Die letzte Rundfahrt startet von der Anlegestelle Nordufer.

Die Fahrpreise
Die Boote laden Fahrgäste zu Rund- oder Überfahrten ein. Eine Überfahrt führt über maximal drei Haltestellen. Eine komplette Runde auf dem Maschsee ist 5,6 Kilometer lang und dauert etwa 50 Minuten. Rundfahrten kosten für Erwachsene 8 Euro, für ermäßigte Personen 6 Euro und für Kinder (ab dem vollendeten 4. bis zum 18. Lebensjahr) 4,50 Euro. Ermäßigungen erhalten Schüler und Studenten, Senioren ab dem 65. Lebensjahr, Rentner, Pensionäre und Schwerbehinderte. Für eine Überfahrt zahlen Erwachsene 4,50 Euro und ermäßigte Personen jeweils 3 Euro. Die Fahrkarten erhalten die Fahrgäste an Bord.
Echte Maschseefans sparen mit dem Fünfer-Rundfahrt-Ticket, das für Erwachsene 35 Euro und für Kinder 18 Euro kostet. Schulklassen und Kindergartengruppen erhalten von Montag bis Freitag einen Sonderpreis in Höhe von 3 Euro pro Kind.

Weitere Angebote
Auch in diesem Jahr bietet die üstra Reisen GmbH Brunchfahrten an. Ab Samstag, dem 31. März 2018, legt die „Niedersachsen“ am Ostanleger/Altenbekener Damm samstags um 10:30 Uhr ab. Zurück geht es um 12:30 Uhr. An Bord gibt es ein rustikales Büffet für die Fahrgäste. Die Brunchfahrt kostet 24 Euro pro Person. Kinder bis 12 Jahre zahlen die Hälfte. Tickets für den Brunch gibt es nur im Vorverkauf im FIRST REISEBÜRO der üstra Reisen GmbH in der Nordmannpassage 6.
Wer zusammen mit dem Verein oder Freunden ein Kaffeekränzchen auf dem Maschsee genießen möchte, kann eine Rundfahrt inklusive Kaffee und Kuchen buchen. Pro Person werden 13,50 Euro berechnet. Einzige Voraussetzung für die entspannte Kaffeefahrt sind mindestens 20 Teilnehmer auf der „EMS Niedersachsen“ und 30 Teilnehmer auf der „EMS Europa-enercity“.
Immer sonntags lädt die „EMS Europa-enercity“ um 12:00 Uhr zu gemütlichen Kaffeefahrten ein. Die Fahrt startet an der Ablegestelle Westanleger/Fährhaus und kann nicht reserviert werden.
Wenn die nächste Geburtstagsparty oder das große Firmenjubiläum auf einem Maschseeboot steigen soll, berät das FIRST REISEBÜRO der üstra Reisen (Telefon: 0511/700 950). Das Chartern eines ganzen Schiffes für eine eigene Veranstaltung ist ab 240 Euro für die erste Stunde und je 100 Euro für die Folgestunden möglich. Auch für das leibliche Wohl wird auf Wunsch gesorgt – von belegten Brötchen bis zum umfangreichen Büffet ist alles möglich. Die Partyboote können täglich in der Zeit von 10 bis 24 Uhr angemietet werden.
Ein besonderes Highlight: Das Ja-Wort auf dem Solarkata-maran „EMS Europa-enercity“. Seit 2008 sind standesamtliche Trauungen auf dem Maschsee möglich. Informationen zu allen Konditionen und freien Terminen erhalten Interessierte unter der Telefonnummer 0511/168 431 26.

Weitere Informationen zum Fahrplan und den Preisen erhalten Sie unter: uestra-reisen.de

Wochenmarkt

Zehn-Punkte-Plan soll Wochenmärkte attraktiver machen

WochenmarktMit einem detaillierten Zehn-Punkte-Plan möchte die hannoversche Stadtverwaltung die Attraktivität der Wochenmärkte erhöhen. Das Konzept sieht etwa die Veranstaltung von Spezialmärkten in der Innenstadt vor oder die Befragung im Arbeits- und Wohnumfeld bei einzelnen Wochenmärkten. Zudem sind Gutschein-Aktionen der MarktbeschickerInnen geplant, die seitens der Verwaltung mit Werbemaßnahmen unterstützt werden sollen. Darüber hinaus sollen einige Sonnabendmärkte länger geöffnet werden, um neue junge Zielgruppen zu erreichen. Die Verwaltung hat das Maßnahmenpaket als Beschlussdrucksache den Ratsgremien zur Beratung vorgelegt.

„Die vorgeschlagenen Maßnahmen können im erheblichen Maße dazu beitragen, unsere Märkte weiter zu stärken“ betonte Michael Flohr, Leiter des städtischen Marktwesens, heute (9. März) bei der Vorstellung im Ausschuss für Arbeitsmarkt-, Wirtschafts- und Liegenschaftsangelegenheiten (AWL). „Sie sind fester Bestandteil unserer Stadtteilkultur und tragen zu unserer funktionierenden Stadtgesellschaft bei. Mit den vorgeschlagenen Maßnahmen möchten wir die Händlerinnen und Händler unterstützen und die Marktstandorte stärken.“

Lindener Markt

Lindener Markt

Der Zehn-Punkte-Plan sieht eine zusätzliche Mitarbeiterin vor und ein um 100.000 Euro erhöhtes Sachkosten-Budget. Er schreibt das Konzept aus dem Jahr 2009 fort. Gemeinsam haben in den vergangenen Monaten MarkthändlerInnen, RatsmitgliederInnen und Verwaltung in mehreren Diskussionsrunden die Möglichkeiten erörtert und den Maßnahmenplan einvernehmlich erarbeitet.

Aktuell gibt es 26 Wochenmärkte wie zum Beispiel am Lindener Markt die im gesamten Stadtgebiet, dienstags bis sonnabends entweder an Vor- oder Nachmittagen stattfinden.

Der AWL-Ausschuss hat dem Konzept heute (9. März) einstimmig zugestimmt. Abschließend berät der Rat der Stadt im April darüber. Die vorgelegte Drucksache (Nummer 0599/2018) ist im Internet unter www.ratsinfo-hannover.de zu finden.

Familienberatung aus einer Hand

Gebündelte Hilfen für Kinder, Jugendliche und Familien

Beratungsstellen der Region und Stadt starten gemeinsamen Internetauftritt

Das Baby schreit Tag und Nacht, die 15-Jährige hat Stress mit den Eltern, Mutter und Vater von vier Kindern denken an Trennung – Beratungsstellen und Sprechstunden der Familien- und Erziehungsberatung der Region Hannover und der Landeshauptstadt Hannover helfen bei der Klärung und Bewältigung familiärer Probleme und unterstützen bei Trennung und Scheidung. Außerdem gibt es eigene Angebote für Jugendliche sowie Beratungsstellen für spezielle Themen, wie zum Beispiel sexueller Missbrauch. Auf der neuen gemeinsamen Internetseite von Region und Stadt  www.hannover.de/netzwerkfamilienberatung finden Ratsuchende jetzt alle Angebote auf einen Blick.

„Mit dem gebündelten Internetauftritt wollen wir allen Jugendlichen und Familien den Weg zur Beratung noch weiter erleichtern“, so Erwin Jordan, Dezernent für Soziale Infrastruktur der Region Hannover. „Viele wissen nicht, dass die Beratungen kostenfrei und vertraulich sind – und allen offen stehen!“ Rita Maria Rzyski, Dezernentin für Personal, Bildung, Jugend und Familie der Landeshauptstadt Hannover, ergänzt: „Hilfe in Anspruch zu nehmen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern zeigt, dass sich Familien mit Problemen auseinandersetzen und an Lösungen arbeiten wollen.“

Der neue Internetauftritt vereint sämtliche Beratungsmöglichkeiten für Kinder, Jugendliche und Familien in der ganzen Region. Sechs verschiedene Themenfelder helfen übersichtlich bei der Suche, welche Beratungsstelle die richtige ist. Dabei wird zwischen Familien-/Erziehungsfragen, Trennung-/Scheidungsberatung, Jugendberatung, früher Beratung für Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern sowie speziellen Beratungsthemen unterschieden. Die jeweiligen Karten zeigen gezielt die Beratungsstelle in der Nähe. Zusätzlich erscheinen alle aktuellen Gruppenangebote oder Aktionen auf der Startseite, die laufend aktualisiert wird. Berücksichtigt sind die Jugend-, Familien- und Erziehungsberatungsstellen der Stadt Hannover, die Beratungsstellen der Region Hannover und die von der Region geförderten Beratungsstellen freier Träger.

Dachgärten

„Vielfalt der Dachbegrünungen“ und „Grüne Oasen in Innenhöfen“ – Vorträge im Neuen Rathaus

Dachgärten

Dachgärten

Projekt „Begrüntes Hannover“

Zwei weitere Vorträge für Interessierte am urbanen Grün werden im Februar im Neuen Rathaus, Trammplatz 2, geboten. Die Vortragenden möchten die ZuhörerInnen für die „Vielfalt der Dachbegrünungen“ und „Grüne Oasen in Innenhöfen“ begeistern.

Mittwoch, 14. Februar, 18 Uhr im Mosaiksaal:
„Vielfalt der Dachbegrünungen – vom extensiven Gründach bis zum Dachgarten“

Flachdächer können sich in grüne Rückzugsorte und in Augenweiden verwandeln. Die Vielfalt der Optionen dazu ist groß: vom Entspannungsort mit Liegestuhl über Gemüse- und Kräuterbeete bis zur pflegeleichten Wildbienenweide. Die ganze Bandbreite der Nutzungsmöglichkeiten stellt der Landschaftsarchitekt Bernd Krupka aus Bad Pyrmont in seinem Vortrag vor.

Mittwoch, 21. Februar, 18 Uhr im Mosaiksaal:
„Grüne Oasen in Innenhöfen – Visionen und Erfahrungen“

Wie in Hannover-Linden aus betonierten Hinterhöfen schon vor 30 Jahren kleine Oasen in der Großstadt wurden und was heute alles möglich ist, präsentiert Landschaftsarchitekt Thomas Ostermeyer vom Büro Freiraumplanung.

Beide Vorträge sind kostenfrei und finden im Rahmen des Projekts „Begrüntes Hannover“ des BUND Region Hannover und der Landeshauptstadt Hannover statt. Gebäudebegrünungen und Entsiegelungen von Flächen können mit bis zu einem Drittel der Kosten bezuschusst werden. Weitere Informationen zur Vortragsreihe und zum Förderprogramm von Gebäudebegrünungen und Entsiegelungsmaßnahmen bieten das Internet unter www.begruenteshannover.de und der BUND telefonisch unter (05 11) 70 03 82 47. Ein weiterer Vortrag Mittwoch, 7. März (18 Uhr im Gobelinsaal des Neuen Rathauses) trägt den Titel „Wie plane ich ein angenehmes Stadtklima?“

Familienkompass in leichter Sprache

„Familienkompass in leichter Sprache“ jetzt in zweiter Auflage erschienen

Familienkompass in leichter SpracheVollständig überarbeitet ist jetzt der „Familienkompass in leichter Sprache“ in der zweiten Auflage erschienen. Die Broschüre liegt ab sofort im städtischen FamilienServiceBüro, in allen Bürgerämtern und Bibliotheken sowie in vielen Beratungsstellen und Kindertagesstätten kostenlos aus.

Der „Familienkompass in leichter Sprache“ wendet sich im Unterschied zum ursprünglichen Familienkompass insbesondere an Eltern mit Lern- und Leseschwierigkeiten und/oder geringen Deutschkenntnissen.

Die beiden Broschüren unterscheiden sich bereits in der Gestaltung deutlich voneinander – der Familienkompass hat ein rotes, der „Familienkompass in leichter Sprache“ ein blaues Cover. Er vermittelt einen Überblick über das vielfältige Angebot für Familien im Raum Hannover und legt zusätzlich den Schwerpunkt auf unterstützende Angebote für Eltern mit Migrationshintergrund, Förderprogramme zum Erwerb der deutschen Sprache, Fördermöglichkeiten für Kinder mit Behinderung in Kita und Schule und Fragen zur inklusiven Bildung. Mit diesen Inhalten sowie der Formulierung und Schreibweise in „leichter“ Sprache ist dieser Familienkompass auch bei ArbeitnehmerInnen mit geringen Deutschkenntnissen auf gute Resonanz gestoßen. So wurde in der Neuauflage ein eigenes Kapitel „Flucht und Migration“ aufgenommen und der Gesamtumfang von 64 auf 134 Seiten deutlich erweitert.

Der „Familienkompass in leichter Sprache“ trägt das blaue „Easy-to-Read“-Logo. Es belegt, dass neben einfacher Wortwahl, einfachem Satzbau und speziellen Schreibregeln eine besondere Gestaltung mit hohen Kontrasten in Farb- und Bildauswahl, großen Zeilenabständen und strenger Trennung von Text und Illustration berücksichtigt wurde. Für jedes Thema wird eine Telefonnummer und Adresse für den persönlichen Kontakt genannt. Bei der Auswahl der Inhalte und der Formulierung der Texte hat die Stadt mit Eltern aus dem Familienzentrum Voltmerstraße und MitarbeiterInnen der Hannoverschen Werkstätten zusammengearbeitet. Auf hannover.de ist die Broschüre als PDF-Datei abrufbar unter www.hannover.de/familienkompass.

Samstägliches Herz des Stadtteils Linden der Lindener Marktplatz

Hannovers Stadtteile – Soziale Vielfalt, Dynamik, Wandel. Die Jahre 2014 bis 2017 in Zahlen.

Samstägliches Herz des Stadtteils Linden der Lindener Marktplatz

Samstägliches Herz des Stadtteils Linden der Lindener Marktplatz

Wie stark ist mein Stadtteil gewachsen?  Woher kommen die Zugezogenen? Wie sehr fluktuiert die Bewohnerschaft? Wie international sind wir? Welches sind die hauptsächlich gesprochenen Sprachen (neben Deutsch) im Stadtteil? Was prägt die soziale Situation der BewohnerInnen und wie verändert sie sich?

Diesen und vielen weiteren Fragen geht eine Broschüre nach, die jetzt vom Sozial- und Sportdezernat unter dem Motto „Hannovers Stadtteile – Soziale Vielfalt, Dynamik, Wandel.“ den Ratsgremien vorgelegt wird.

Anlass, die Stadtteile besonders in den Blick zu nehmen, ist, dass die Landeshauptstadt Hannover von 2014 bis 2017 insgesamt um über 16.000 Menschen beziehungsweise um rund drei Prozent gewachsen ist. „Damit einher geht nicht nur ein ‚PLUS‘ an EinwohnerInnen, an Infrastruktur- und an Personalbedarf bei Verwaltungen und Institutionen, sondern auch ein ‚ANDERS‘, erläutert Sozial- und Sportdezernentin Konstanze Beckedorf. „Viele Stadtteile internationalisieren und verjüngen sich, auch die soziale Struktur der Bewohnerschaft verändert sich. Neue Quartiere entstehen, alte Quartiere sind im Umbruch. Ganz allgemein: Die soziale und kulturelle Vielfalt nimmt zu und der Bedarf an spezifischem Stadtteilwissen steigt“, so Beckedorf.

Ziel und Aufbau

„Hannovers Stadtteile – Soziale Vielfalt, Dynamik und Wandel.“ ist als „Handreichung“ für den kurzen, schnellen Überblick im Stadtteil gedacht.

Kern und Herzstück sind die Stadtteilprofile. Auf jeweils einer Doppelseite wird kompakt und übersichtlich ein sozialstrukturelles Profil anhand von 18 Kennziffern erstellt. Die „Kennziffern“ beschreiben auf der Grundlage von Zahlen und Entwicklungen Einzelaspekte der fünf großen Themenblöcke „Wachstum und Bevölkerungsentwicklung“, „Altersstruktur und Entwicklung“, „Internationalisierung“, „Haushaltsstruktur und Entwicklung“ und „Soziale Struktur und Entwicklung“. Sie machen die Stadtteilprofile leicht lesbar und vergleichbar. Der Mix aus Grafiken, Karten, Textbausteinen und Tabellen unterstützt die Handhabbarkeit. Im Fokus steht der von Dynamik, Zuzug und Wandel geprägte Zeitraum 2014 bis 2017.

Beispielhafte Ergebnisse

Verjüngung durch Geburten und Internationalisierung

Hannovers Bevölkerung verjüngt sich. Das Durchschnittsalter ist im Zeitraum 2014 bis 2017 um fast vier Monate auf 42 Jahre und fünf Monate gesunken. Die stärkste Verjüngung erlebte der Mühlenberg, um 28 Monate auf rund 39 Jahre. Der Grund in dem ohnehin jungen Stadtteil waren zahlreiche Geburten und der Zuzug vieler Familien.

Anders sieht das Bild beispielsweise in Bothfeld aus. Der Stadtteil ist – entgegen dem gesamtstädtischen Trend – leicht gealtert. Das Durchschnittsalter liegt hier bei fast 47 Jahren; die Alterung ist Folge der „Versingelung“ und der geringer werdenden Anzahl von Familien, die Haushalte werden kleiner und „altern“.

Wie international sind wir?

Hannover ist eine internationale und internationaler werdende Stadt. Hier leben Menschen aus fast 180 verschiedenen Nationen, die mehr als 70 unterschiedliche Sprachen sprechen. Der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund steigt derzeit jährlich um rund einen Prozentpunkt und lag Anfang 2017 bei 30 Prozent. Durchschnittlich leben 89 Nationen in den Stadtteilen. Die Nationalitätenvielfalt weist eine Spanne auf von unter 50 Nationen in Waldheim, Bornum, Lahe und Wülferode bis mehr als 120 Nationen in Mitte, Nord- und Südstadt, List, Vahrenwald und Groß-Buchholz.

Fluktuierende Stadtteile

Die wanderungsintensivsten, mobilsten und am stärksten fluktuierenden Stadtteile liegen innenstadtnah, allen voran der Stadtteil Mitte, gefolgt von der Nordstadt oder der Calenberger Neustadt. Das sind häufig Stadtteile, in denen 2015 die Fluktuation besonders hoch war, weil dort größere oder mehrere Einrichtungen zur Unterbringung von Geflüchteten lagen beziehungsweise teilweise noch liegen, wie zum Beispiel in Mittelfeld, Bult oder in Linden-Süd. Zu den „immobilsten“ und am wenigsten fluktuierenden Stadtteilen zählen Waldheim, Isernhagen-Süd und Wülferode, deren EinwohnerInnen seltener zu-, fort- oder umziehen.

Welches sind die hauptsächlich gesprochenen Sprachen neben Deutsch?

Hannover weist – wie jede Großstadt – eine enorme Sprachenvielfalt auf. Neben Deutsch werden derzeit schätzungsweise mindestens 70 weitere Sprachen gesprochen. Für fast 24.000 HannoveranerInnen ist Türkisch eine Alltagssprache – und damit nach beziehungsweise neben Deutsch die mit Abstand am häufigsten gesprochene Sprache. Mit großem Abstand folgen Arabisch (über 16.000) und Polnisch (über 13.000). Auch Persisch, Englisch und Russisch werden von mindestens jeweils 6.000 HannoveranerInnen gesprochen.

Dabei sind die auf einer Schätzung basierenden Sprachprofile beziehungsweise Sprachenlandschaften in Hannovers Stadtteilen sehr unterschiedlich. Nach Deutsch ist in 31 von allen 49 Stadtteilen Türkisch die hauptsächlich gesprochene Sprache der Eingewanderten und ihrer Nachkommen; Arabisch ist es in den sieben Stadtteilen Mitte, Sahlkamp, List, Groß-Buchholz, Waldhausen, Bult und Mühlenberg; Polnisch in Bemerode, Bothfeld, Heideviertel, Wettbergen, Wülferode und Misburg-Nord; Persisch steht in Seelhorst und Isernhagen Süd auf dem ersten Platz; Englisch dominiert in Kirchrode und Zoo, Rumänisch in Lahe.

Arbeitslosigkeit

Die Arbeitslosigkeit ist bundes- und hannoverweit zurückgegangen und erreicht 2017 erneut historische Tiefstände. In Hannover lag der Anteil der registriert Arbeitslosen Ende 2016 bei sieben Prozent und war damit so niedrig wie nie zuvor seit der Umsetzung der „Hartz IV“-Gesetzgebung im Jahr 2005. Von den positiven Auswirkungen des konjunkturellen Aufschwungs profitieren jedoch nicht alle Gruppen und alle Stadtteile gleichermaßen. Die Arbeitslosigkeit unter AusländerInnen sinkt zwar ebenfalls, liegt aber mit 11,9 Prozent nach wie vor deutlich über dem Durchschnitt. Auch aus diesem Grund weisen die international geprägten Stadtteile meist eine höhere Arbeitslosigkeit auf: In Hainholz, Mittelfeld, Vahrenheide, Sahlkamp, Mühlenberg oder Linden-Süd liegt der Anteil der Arbeitslosen bei jeweils über zehn Prozent.

AdressatInnen

Die Broschüre richtet sich an alle, die aktuelles Wissen über soziale Vielfalt, Dynamik und Wandel vor Ort benötigen, wie zum Beispiel politische Gremien, Stadtteilrunden, Gemeinwesenarbeit oder Quartiersmanagement. Sie eignet sich aber auch für alle, die allgemein an sozialen Entwicklungen in ihrem Stadtteil interessiert sind.

„Ich würde mich sehr freuen, wenn möglichst viele Fachleute und Interessierte diese Informationen für ihre Arbeit in den Gremien, Vereinen und Verbänden oder Stadtteilrunden nutzen würden“, unterstreicht Sozial- und Sportdezernentin Konstanze Beckedorf.

Broschüre online

Die Broschüre „Hannovers Stadtteile – Soziale Vielfalt, Dynamik, Wandel.“ steht als pdf im Internet unter www.hannover.de als Download zur Verfügung.

Stadtbibliothek Hannover

Lesung und Gespräch mit Lizzie Doron aus und über ihr Buch „Sweet Occupation“

Stadtbibliothek Hannover

Stadtbibliothek Hannover

Filistina 2018 – 8. Festival für Kultur und Politik in Palästina: Lesung und Gespräch mit Lizzie Doron aus und über ihr Buch „Sweet Occupation“ am 6. Februar in der Stadtbibliothek Hannover

Zu einer Lesung mit Gespräch aus Lizzie Dorons Buch „Sweet Occupation“, gelesen wird der deutsche Text, lädt die Stadtbibliothek Hannover für Dienstag (6. Februar) in ihre Zentrale in der Hildesheimer Straße 12 ein. Die Lesung und das Gespräch mit Lizzie Doron ist Teil der Filistina 2018 und wird in Kooperation mit der Palästina Initiative Region Hannover und der Stiftung Leben & Umwelt / Heinrich Böll Stiftung angeboten. Der Eintritt kostet fünf, ermäßigt drei Euro. SchülerInnen haben freien Eintritt.

Inhaltsangabe:

„Sweet Occupation. Die Begegnung mit dem Fremden – eine Begegnung mit dem Fremden in sich selbst“

Fünf Männer in der Mitte ihres Lebens: Die verurteilten ehemaligen Terroristen Muhammad, Suleiman und Jamil aus den besetzten Gebieten sowie die Israelis Chen und Amil, die den Dienst an der Waffe verweigert haben. Männer, die im Gefängnis saßen und, nachdem sie wieder freikamen, die „Friedenskämpfer-Bewegung“ gründeten, entschlossen, ihrem Leben eine entschieden andere Richtung zu geben. Muhammad nahm Kontakt zu Lizzie Doron auf, und so traf sie diese Männer: Feinde, Widersacher. Palästinenser, die die Juden töten wollten, und Israelis, die sich geweigert hatten, ihr Land zu verteidigen. Ein Jahr lang hörte sie ihren Kindheitserinnerungen zu, lernte ihre Gefühle kennen, ihre Träume und Ängste, erfuhr von dem Moment, als sie anderen das Leben nahmen. Entstanden ist ein ergreifendes Dokument über einst Radikale, die dem sinnlosen Hass eine Perspektive entgegensetzen: Worte sind stärker als Molotowcocktails, Handgranaten oder Steine. Und Rettung bringen oft diejenigen, die nicht mit dem Strom schwimmen.

Zur Autorin:

Lizzie Doron, geboren 1953 in Tel Aviv, studierte Linguistik, bevor sie Schriftstellerin wurde. Ihr erster Roman „Ruhige Zeiten“ wurde mit dem von Yad Vashem vergebenen Buchman Preis ausgezeichnet. 2007 erhielt sie den Jeannette Schocken Preis.

Ludwig-Windhorst-Schule

Sich regen bringt Segen

3600 € durch Sternsingeraktion, Kollekten und Bötchen-Solidaraktion

Zu unterschiedliches Aktionen und Anlässen waren die Schüler und Schülerinnen der Ludwig-Windthorst-Schule vor und nach den Weihnachtsferien unterwegs und tätig frei nach dem Motto „Sich regen bringt Segen“. So konnten am Ende der unterschiedlichen Aktionen knapp 3600 € an die unterschiedlichen Akteure und Institutionen überwiesen werden.

In den ersten Tagen des Schulbeginns waren die Sternsinger unterwegs: Sie besuchten unterschiedliche Klassen der Schule, die Franz-Mersi-Schule in der Nachbarschaft und das Margot-Engelke-Zentrum in der Südstadt Das Auszählen der Spenden ergab eine Summe von 428, 63 €. Das Motto der Sternsinger lautet in diesem Jahr: „ Gemeinsam gegen Kinderarbeit – in Indien und weltweit“. Die ersten Planungen für die Fastenaktion 2018 für Misereor laufen in der Schule – auch hier ist Indien das Partnerland unter dem Leitwort „Heute schon die Welt verändert?“

An Misereor wurde ein Summe von 1800 € überwiesen, die sich zusammensetzt aus eine Teil der Erlöses des Martinsmarktes, den Kollekten der Gottesdienste vor Weihnachten, dem Erlös der Brötchen-Solidaraktion an jedem Freitag in der Schule und der Kollekte der Weihnachtsmusik. Die Partnerschule in Loma Alta in Bolivien erhielt eine Summe 1120 €, die sich vor allem aus der Erlös der Kollekte während der Weihnachtsmusik im Dezember zusammensetzt. Ein Betrag von 250 € aus dem Erlös der Brötchen-Solidaraktion kam dem Caritas-Wohnheim für Aussiedler und Flüchtlinge in der Rumannstraße in der Südstadt zugute. Insgesamt ergibt das eine Summe von 3599, 67 €, die sich durch aus dem Erlös der Sternsingeraktion, den Kollekten aus den Gottesdiensten und der Weihnachtsmusik und der Bötchen-Solidaraktion errechnet.

Weitere Infos unter www.ludwig-windthorst-schule.de

Verantwortlich für diesen Text: Siegfried Heinemann

Klang und Leben

Klang und Leben im Kulturzentrum Pavillon

Hörregion Hannover präsentiert Konzert und Workshop am 31. Januar 2018

Wann: Mittwoch, 31. Januar 2018, 18 Uhr
Wo: Kulturzentrum Pavillon, Lister Meile 4, Hannover
Eintritt: Workshop 5 Euro, Konzert 10 Euro, Kombiticket 12 Euro

Klang und LebenWenn „Sag mir quando, sag mir wann“ unter dem Rauschen des Plattenspielers erklingt oder im Radio „Bel Ami“ läuft, weckt das bei manchen die Erinnerung an alte Zeiten. Die Hits von früher sorgen bei allen für Spaß und Freude – das weiß auch die Band „Klang und Leben“. Die fünfköpfige Gruppe tritt regelmäßig in Pflegeeinrichtungen auf, begeistert aber auch bei anderen Konzerten das Publikum. Am Mittwoch, 31. Januar, 18 Uhr, begeben sich die Musiker im Kulturzentrum Pavillon, Lister Meile 4, Hannover, auf eine musikalische Zeitreise in die Vergangenheit. Eine gute Gelegenheit für Familien, gemeinsam Zeit zu verbringen und mit den Großeltern in Erinnerungen zu schwelgen. Vor dem Konzert, um 15 Uhr, findet ein Workshop für Pflegekräfte statt. Dabei erläutert der Demenzcoach und Gründer von „Klang und Leben“, Graziano Zampolin, wie Musik das Leben demenzkranker Menschen positiv beeinflussen kann.

Eintrittskarten gibt es im Vorverkauf im Kulturzentrum Pavillon. Der Eintritt für den Workshop kostet 5 Euro und für das Konzert 10 Euro. Ein Kombiticket ist für 12 Euro erhältlich. Inhaberinnen und Inhaber des HannoverAktivPasses und der Region-S-Karte erhalten 50% Ermäßigung.

Reservierungen für Rollstuhlplätze sind möglich per E-Mail an info@pavillon-hannover.de oder telefonisch unter (0511) 235 5550.

Anreise: Vom Hauptbahnhof Hannover 5 Minuten Fußweg oder mit den Stadtbahnlinien 3, 7, 9 bis Sedanstraße/ Lister Meile. Vor dem Kulturzentrum Pavillon können Konzertgäste kurzfristig ein- und aussteigen. Parkmöglichkeiten stehen im Parkhaus an der Berliner Allee (kostenpflichtig) zur Verfügung.

Hörregion Hannover

In der Region Hannover gibt es eine deutschlandweit einzigartige Vielfalt von herausragenden Unternehmen, Einrichtungen und Initiativen rund um Schall, Klang und Akustik – in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Gesundheit, Bildung und Kultur. Auf dieser Basis hat die Region Hannover die Marke und das Netzwerk Hörregion entwickelt. Sie macht auf den Hör-Sinn in seinen verschiedenen Facetten aufmerksam, wirbt für gutes Hören und stärkt den Standort Region Hannover.

Weitere Informationen über Idee, Projekte und Veranstaltungen der Hörregion unter www.hörregion-hannover.de.
Informationen zum Projekt Klang und Leben unter www.klangundleben.org

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