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Drehung im Kopf

„Drehung im Kopf“

Fake als subversive, künstlerische Strategie

Mittwoch, 13.09.2017 – 20 Uhr
Medienhaus Hannover, Schwarzer Bär 6

Referent: Georg Klein

Die subversive Strategie des Fake | BRIMBORIA Institut
„Fakes als künstlerische Strategie zu nutzen, stellt eine Gratwanderung in mehrfacher Hinsicht dar: man verlässt die reine Sphäre der Kunst, man spielt mit dem Publikum ein doppeltes Spiel, man greift in die Wirklichkeit ein, ohne zu wissen, wie es ausgeht. Das Riskante daran ist zugleich der Reiz – ein sehr starker Reiz, wie ich anhand meines ersten, durch und durch als Fake ausgearbeiteten Projekts erfahren konnte.“

„Kunst ist die Kunst so zu tun, als ob. Das wirkt am nachhaltigsten.“ so schrieb eine Rezensentin der Berliner Zeitung zu diesem Projekt – und es ist diese Wirkungskraft im Kopf, das das Spiel mit einem Fake so attraktiv macht. Für einen bestimmten Zeitraum müssen die Rezipienten sich der gefaketen Wirklichkeit aussetzen, was ein hohes provokatives Potential erzeugen kann. Im Gegensatz zur Täuschung, Fälschung und Betrug wird beim Fake jedoch „das Moment der Enthüllung von vorneherein mitentworfen“. D.h. dass der Rezipient nach einer gewissen Zeit dahinterkommen kann und soll, was hier gespielt wird. Erst dann setzt die volle Erkenntnis ein und oft auch ein humorvolles Aufatmen. Diesen Punkt haben wir im Wachturmprojekt unterschiedlich lang hinausgezogen, je nach Verhalten der Besucher, ob sie sich entrüstet, unsicher oder interessiert zeigten. Einige haben jedoch bereits während der Führung durch den Turm anhand des überspitzt formulierten Infoblatts oder der ins Extremgehenden Grünfärbung des Lichts oder des mächtigen, durchdringenden Turmklangs das Spiel erkannt: eine Drehung im Kopf, die die Besucher anders hinauslässt als sie hereingekommen waren.

Jüngstes Beispiel ist die Aktion der Gruppe „Zentrum für politische Schönheit“ mit ihrer gefaketen Website des Bundesfamilienministeriums, auf der zur Aufnahme und Patenschaft von 55.000 syrischen Flüchtlingskindern aufgerufen wird. Doch bereits Orsen Welles erlangte seine Bekanntheit durch einen Fake, dem fiktiven Hörspiel „Krieg der Welten“ von 1938. Er nutzte das normale Radiomusikprogramm, das ab und zu von einem Moderator unterbrochen wurde, um die neuesten Nachrichten zur Invasion vom Mars zu verbreiten. Angeblich soll die Sendung zu einer Panik an der Ostküste der USA geführt haben, doch soll es sich bei den Presseberichten darüber ebenfalls um gezielte Übertreibungen gehandelt haben, die Welles erst berühmt machten.
Georg Klein

Themenreihe Gesellschaftskritik – In Kooperation mit dem NLQ Hildesheim.
Während der Veranstaltung werden Foto- und Filmaufnahmen gemacht.

Eintritt: frei

Programm: Deutsch-Türkische Kulturtage 2017

„Hallo Kultur – Selam Kültür“ – Deutsch-Türkische Kulturtage 2017

 

Unter dem Motto „Hallo Kultur – Selam Kültür!“ werden vom 8. September bis zum 26. November die Deutsch-Türkischen Kulturtage gefeiert. Mit Hilfe eines spannenden und abwechslungsreichen Programms, das von Literatur über Kunst, Musik und Tanz bis hin zu Filmkunst reicht, sollen interessante Einblicke in die Kulturen, die in der Türkei vertreten sind, präsentiert werden.

Die Deutsch-Türkischen Kulturtage wurden in diesem Jahr gemeinsam vom Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover und dem Verein Can Arkadas zusammen mit einer breiten Veranstaltergemeinschaft vieler Kulturinstitutionen in Hannover vorbereitet. Sie knüpfen damit an das erfolgreiche Modell aus dem Jahr 2013 an.

Das Ergebnis sind mehr als 40 Veranstaltungen, die die Vielfalt der türkischen Kultur und das Schaffen zeitgenössischer türkischer beziehungsweise türkisch-deutscher KünstlerInnen an zentralen Kulturorten in Hannover präsentieren.

Ein Schwerpunktthema der Deutsch-Türkischen Kulturtage 2017 ist die Frage nach der Interkultur im Kulturbetrieb. Dabei wird kritisch diskutiert werden, wie Menschen mit Migrationshintergrund zukünftig verstärkt als Akteure und als Publikum in den Kultureinrichtungen in Hannover aktiv und sichtbar werden können. Kulturdezernent Harald Härke hat dazu klare Vorstellungen: „Nahezu jeder zehnte Einwohner beziehungsweise jede Einwohnerin Hannovers hat türkische Wurzeln. Gerade auch in Zeiten, in denen die Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei sich nicht einfach gestalten, möchten wir spannende Impulse geben, in den Dialog gehen und die türkische Kultur in Hannover in ihrer Bedeutung noch stärker wahrnehmen.“

Die Deutsch-Türkischen-Kulturtage werden am 8. September im Kulturzentrum Raschplatz Pavillon mit einem Impulsreferat von Mustafa Akça, Leiter des interkulturellen Projekts „Selam Opera!“ an der Komischen Oper Berlin, und einer anschließenden Gesprächsrunde mit verschiedenen ExpertInnen und einem Konzert des Istanbul Composer´s Orchestra eröffnet. Dann folgen zahlreiche Veranstaltungen wie Lesungen, Theater, Konzerte, Ausstellungen, Comedy, Workshops und Kinofilme. Am 26. November enden die Kulturtage mit einem Deutsch-Türkischen Museumsfest im Museum August Kestner.

Zum Hintergrund:

Die Deutsch-Türkischen Kulturtage wurden durch den Verein Can Arkadas e.V. im Jahr 2010 ins Leben gerufen und fanden unter dem Namen „Kültürtage” bisher vorwiegend in den Stadtteilkultureinrichtungen statt.

Geschichtswerkstatt im Freizeitheim Linden

Geschichtswerkstatt im Freizeitheim Linden

Geschichtswerkstatt im Freizeitheim Linden

Geschichtswerkstatt im Freizeitheim Linden

Ohne Geschichte kein Linden

Kein anderer Stadtteil Hannovers hat so eine historische Vielfalt zu bieten wie Linden. Einst das größte Dorf Preußens wurde man anschließend eigene Stadt neben Hannover. Hier wurde Geschichte geschrieben. Während der Nazidiktatur organisierte sich hier mit der „Sozialistischen Front“ eine der größten Widerstandsbewegungen. Nach dem Krieg residierte Kurt Schumacher im Stadtteil und baute die SPD neu auf. Die Geschichte der Arbeiterbewegung ist hier in der Geschichtswerkstatt mit umfangreichem Archivmaterial dokumentiert. Auch zur Geschichte des Stadtteils gibt es eine viele Materialien.

Die Öffnungszeiten sind jeden Montag von 10.00–12.00 Uhr und jeden Mittwoch von 17:00 – 19:00 Uhr.

1983 wurde zum Butjerfest (Stadtteilfest) die „Anni-Röttger-Arbeiterwohnküche (1930)“ eröffnet. Schulklassen und Interessierte haben die Möglichkeit, diese Küche zu besichtigen und Geschichte zum anfassen zu erleben.

Das ARCHIV-team bietet alternative Stadtrundfahrten, Stadtteilrundgänge, Ausstellungen und Filme zur Geschichte des Stadtteils Linden und ARCHIV-gespräche an.

Geschichtswerkstatt im FZH Linden
Windheimstraße 4
30449 Hannover
Tel. 0511 / 168 4 01 84
www.sakobrenner.de

Aufmucken statt ducken

Aufmucken statt ducken!

Aufmucken statt duckenFür Menschenwürde, Toleranz und Solidarität sind dabei Werner Schneyder mit seinem Programm „Ich bin Konservativ“ und Dota mit dem aktuellen Album „Keine Gefahr“.

Samstag, 02.09.2017 – 20:00 Uhr

Für ein gutes Leben in einer gerechten Gesellschaft! Die gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland verletzt die Würde des Menschen.

Armut, Ausgrenzung, Perspektivlosigkeit und Unsicherheit einerseits und riesige Vermögen in wenigen Händen andererseits spalten unsere Gesellschaft. Dazu wollen, können und werden wir nicht schweigen. NEIN! So kann es nicht weitergehen – nicht in Deutschland, nicht in Europa!

Sorgen wir gemeinsam dafür, dass Menschenwürde, Toleranz und Solidarität wieder Prinzipien gesellschaftlichen Zusammenlebens werden.

„Dota vertont Konsumkritik und Sehnsüchte so poetisch wie kaum jemand im deutschsprachigen Musikgeschäft … – so zärtlich, witzig und gesellschaftskritisch erzählt, wie es Tucholsky für die Zwanziger tat.“
(DIE ZEIT)

Werner Schneyder ist ein großer Vereinfacher. Seit einem halben Jahrhundert schafft er es immer wieder, den Zustand der Welt in einem Satz zusammenzufassen, notfalls auch in zwei.
(DER TAGESSPIEGEL)

Aufmucken statt Ducken!
Demokratie braucht Engagement und Zivilcourage!

Samstag, 02.09.2017 um 20:00 Uhr

Kulturzentrum Pavillon
Lister Meile 4
30161 Hannover
www.pavillon-hannover.de/programm/veranstaltung/?nr=22890

Vorverkauf an allen bekannten VVK-Stellen und online:
www.pavillon-hannover.de · www.adticket.de

Veranstaltet und gefördert durch:

Otto Brenner Akademie, Otto Brenner Stiftung, Kulturzentrum Pavillon, DGB Region Niedersachsen Mitte, Naturfreunde Niedersachsen, Bildungsvereinigung Arbeit und Leben, IGM Hannover, ver.di und GEW Hannover

Hannovers Partnerstädte präsentieren sich

Städtepartnerschaftsaktion am Kröpcke

Mitten in der Innenstadt am Kröpcke präsentieren sich am kommenden Donnerstag (31. August 2017) von 14 bis 18 Uhr die Freundes- und Partnerschaftsvereine der sieben Partnerstädte der Landeshauptstadt Hannover mit Aktionen zum Mitmachen und Staunen.

Welche Partnerstädte hat Hannover? Und welche Bedeutung haben sie für das Leben in Hannover? Wie kommen persönliche Kontakte in die Partnerstädte zustande? Wie kann man sich am interkulturellen Austausch beteiligen? Welche Möglichkeiten gibt es für Begegnungen in den Bereichen Jugendaustausch, Kunst und Kultur?

All diese Fragen werden am 31. August beantwortet, wenn die Freundes- und Partnerschaftsvereine der sieben Partnerstädte ihre Arbeit vorstellen und die neuesten Projekte zeigen. Gern stehen sie Rede und Antwort. Das städtische Kulturbüro informiert über die gemeinsame Projektarbeit mit internationalen und lokalen Partnern. Zusätzlich erwartet die BesucherInnen ein buntes Programm mit den StelzenläuferInnen der Gruppe Millelieux und Musik von Katharina Pfänder (Violine) und Markus Neumann (Kontrabass).

Mit dabei sind: Freundeskreis Malawi und Städtepartnerschaft Hannover-Blantyre e.V., Hannover-Bristol-Gesellschaft e.V., Deutsch-Japanischer Freundeskreis Hannover-Hiroshima-Yokokai e.V., Deutsch-Japanische Gesellschaft Hannover Chado-Kai e.V., Antenne Métropole, Deutsch-Französische Gesellschaft Hannover e.V., Komitee Niedersachsen-Normandie e.V., Initiative Bürgerbegegnungen Hannover-Rouen, Kleine Gallier e.V., Verein zur Förderung der Partnerschaft zwischen Ahlem und Petit-Couronne sowie das Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover, Bereich Städtepartnerschaften.

Hannovers Partnerstädte:

Bristol/Großbritannien (seit 1947), Perpignan/Frankreich (seit 1960), Rouen/Frankreich (seit 1966), Blantyre/Malawi (seit 1968), Poznan/Polen (seit 1979), Hiroshima/Japan (seit 1983) und Leipzig (seit 1987).

Informationen zu aktuellen Projekten der Städtepartnerschaften sind im Internet unter www.hannover.de/staedtepartnerschaften-lhh und www.facebook.com/twincitieshannover zu finden.

Zehnte „Lange Nacht der Berufe“

Praxisnahe Infos zum Start in Ausbildung und Studium

Anfang September haben SchülerInnen aller allgemeinbildenden Schulen ab der neunten Klasse sowie der Berufseinstiegs- und Berufsfachschulen wieder die Gelegenheit, sich umfassend über einen betrieblichen Ausbildungsplatz, ein Studium oder ein duales Studium zu informieren.

Am Freitag (1. September) veranstaltet die Landeshauptstadt Hannover zusammen mit der Agentur für Arbeit Hannover und der Region Hannover zum zehnten Mal eine „Lange Nacht der Berufe“.

Oberbürgermeister Stefan Schostok wird zusammen mit Susanne Langenkamp, Bereichsleitung der Berufsberatung Agentur für Arbeit Hannover, sowie Cora Hermenau, Dezernentin für Öffentliche Gesundheit und Sicherheit, EU-Angelegenheiten und IT-Angelegenheiten der Region Hannover, um 17 Uhr im Rathaus den Startschuss geben. Bis 22 Uhr können sich SchülerInnen zusammen mit Eltern und FreundInnen im Rathaus, in der Dr. Buhmann-Schule und im Freiwilligenzentrum einen Überblick verschaffen über Ausbildungsmöglichkeiten, Berufsbilder und die Erwartungen an sie selbst als zukünftige MitarbeiterInnen oder Studierende. Wie im vergangenen Jahr ist die Berufsberatung der Agentur für Arbeit direkt im Rathaus vertreten.

„Wir erwarten wieder tausende Besucherinnen und Besucher, die sich bei mehr als 120 Ausstellerinnen und Ausstellern im Rathaus, auf dem Trammplatz und an den beiden Außenstandorten informieren wollen. Dazu ist die Arbeitsagentur mit ihren Berufsberaterinnen und -beratern auf ganz kurzem Weg hier vor Ort zu erreichen. Die zehnte ‚Lange Nacht der Berufe‘ schreibt die Erfolgsgeschichte der Veranstaltung weiter“, war Sozialdezernentin Konstanze Beckedorf heute (22. August) bei der Vorstellung des Programms sicher.

„Zehn Jahre zeigen, dass es eine wirklich hervorragende und nachhaltige Idee war, jungen Menschen diese Möglichkeit zu bieten, die Berufswelt zum ‚Anfassen‘ kennenzulernen – in ungezwungener Atmosphäre, auf dem Weg in das Wochenende, in Begleitung von vertrauten Menschen wie Eltern oder Freundinnen und Freunden“, unterstreicht Beckedorf.

„Hier kann der eigene Berufs- oder Ausbildungswunsch überprüft werden, im Gespräch mit Praktikern der verschiedenen Berufsfelder und im Austausch mit Auszubildenden oder Studierenden, die schon gestartet sind. Oder man findet zum ersten Mal das, was einem Spaß machen würde, weil man bisher gar nicht wusste, wo was möglich ist“, erläutert die Dezernentin und fügt als Beispiel die Stadt Hannover an. Die Bandbreite der Ausbildungen reicht hier von Altenpflege bis Vermessungstechnik, von Handwerk bis zum dualen Studium.

„Angesichts der großen Bedeutung, die Ausbildung oder Studium für die gesicherte und erfüllte Zukunft der jungen Menschen und so mittelbar für den Standort Hannover haben, engagieren wir uns mit unserer Jugendberufshilfe und der Wirtschaftsförderung der Stadt sehr gern für die Veranstaltung – und sind wieder begeistert von der konstruktiven Zusammenarbeit mit allen Partnerinnen und Partnern,“ freut sich Beckedorf.

Heike Döpke, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hannover, würdigte die Veranstaltung als eine Gelegenheit für Familien, sich gemeinsam mit den Kindern über Berufe und Chancen auf dem Arbeitsmarkt in der Region Hannover zu informieren: „Für Schülerinnen und Schüler ist es wichtig, mit erwachsenen Berufstätigen ins Gespräch zu kommen. Wenn die Themen Interessen, Stärken sowie berufliche Tätigkeiten und Beschäftigungsmöglichkeiten bei der ‚Langen Nacht der Berufe‘ angeregt besprochen werden, ist das gut. Zusätzlich sind erfahrene Berufspraktikerinnen und -praktiker und Ausbilderinnen und Ausbilder da, die für die Eltern wichtig sind, denn Berufe und Arbeitswelt sind stark in Bewegung. Eine gute Gelegenheit sich auf den neuesten Stand zu bringen.“

„Auf der anderen Seite unterstützen wir bei der ‚Langen Nacht der Berufe Unternehmen‘ dabei, für ihre Berufe und den Fachkräftenachwuchs zu werben“, ergänzt Döpke. „Selbstverständlich nutzen wir auch die gute Gelegenheit, uns selbst als Arbeitgeber mit unseren Ausbildungs- und Studiengängen zu präsentieren.“

Ulf-Birger Franz, Wirtschaftsdezernent der Region Hannover, sieht in der Veranstaltung gerade für kleinere Betriebe eine wichtige Chance: „Sie haben hier die gute – und günstige – Möglichkeit, sich interessierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Zukunft attraktiv, umfassend und auf die jungen Leute zugeschnitten zu präsentieren – und damit eine wichtige Grundlage für die Sicherung ihres Fachkräftebedarfs zu legen. Das große Interesse der Unternehmen bestätigt, wie wichtig die Veranstaltung für die Nachwuchsrekrutierung der Firmen ist. Wir unterstützen das sehr gern, indem wir zum Beispiel mit dem Label ‚Logistik macht Schule‘ eine Möglichkeit des gemeinsamen Auftritts für Firmen der Transportbranche in der Region geschaffen haben.“

Standorte 2017

Am Standort 1 – Neues Rathaus, Trammplatz 2, präsentieren mehr als 120 Unternehmen, Universitäten, Schulen sowie Kammern und Innungen Ausbildungsberufe und Studiengänge mit Ständen und Aktionen. Fachleute und ProfessorInnen, aber auch Auszubildende und Studierende stehen Rede und Antwort. Interessierte können sich so ein besseres Bild von ihrem Traumberuf machen und vor allem direkt mit Firmen, Hochschulen und Universitäten in Kontakt treten. Neu in diesem Jahr: Die beiden Innenhöfe des Rathauses werden in die Aktionsfläche einbezogen.

An den Ständen im Rathaus und den Höfen, in vier großen Zelten und sechs Pavillons auf dem Trammplatz geht es informativ und praktisch zu – passend zum Motto „Berufe zum Anfassen und Mitmachen“. Dabei gibt es viele Anreize zum Entdecken und Ausprobieren, zum Beispiel:

  • Mit einer Hebebühne in die „Lüfte steigen“ – wie es zur Tätigkeit der GebäudereinigerInnen gehört.
  • Der Weg der Chemielaboranten – zum Beispiel mit der Verwendung von Agraplatten.
  • Vergolden mit Schlagmetall – Oberflächen mit hauchdünnen Metallfolien veredeln.
  • So erleben es die anderen. Selbst erfahren, wie Menschen mit einer Behinderung oder im Alter leben.
  • Wie fertige ich einen Muldenkipper? Biegen, schneiden und fräsen, um ein professionelles Modell zu bauen.Das Berufsinformationszentrum (BIZ) der Arbeitsagentur ist wieder direkt im Rathaus dabei. BerufsberaterInnen erklären alles rund um Ausbildungswege, Berufsbilder und Anforderungen und beantworten individuelle Fragen.

Standort 2 – Die Dr. Buhmann Schule Europa Fachakademie, Prinzenstraße 13, informiert über Schlüsselbranchen wie Informatik, Fremdsprachen, Wirtschaft, Gestaltung, Kaufmännische Berufsausbildungen und die Möglichkeit zum Erwerb höherer Schulabschlüsse.

Standort 3 – Im Freiwilligenzentrum, Karmarschstraße 30/32, gibt es Tipps und Tricks für Bewerbungsunterlagen und das fertige Produkt auf USB-Stick zum Mitnehmen. Erfahrene Ausbildungspaten stehen als „alte Hasen“ für Fragen zur Verfügung.

Nähere Informationen zu den Ausstellern, der Berufsauswahl und den Studiengängen gibt es im Internet unter www.Lange-Nacht-der-Berufe.de und bei der Jugendberufshilfe Hannover, Telefon 0511/168-45216.

Manuela Francke und Michael Guttmann mit Teilnehmern und PädagogInnen der Integrationskurse

VHS erhält für Integrationsmaßnahmen Spende der BBBank in Höhe von 10.000 Euro

Manuela Francke und Michael Guttmann mit Teilnehmern und PädagogInnen der Integrationskurse

Manuela Francke und Michael Guttmann mit Teilnehmern und PädagogInnen der Integrationskurse

BBBank und BBBank Stiftung engagieren sich in einem gemeinsamen Förderprojekt bei der Integration von Geflüchteten und stellen den lokalen Volkshochschulen in allen Landeshauptstädten bundesweit Gelder für Integrationsmaßnahmen als Spende zur Verfügung.

Heute (18. August) hat Michael Guttmann, Leiter der Ada-und-Theodor-Lessing-Volkshochschule Hannover (VHS), von Manuela Francke, Leiterin der hiesigen BBBank-Filiale, einen symbolischen Spendenscheck in Höhe von 10.000 Euro überreicht bekommen.

„Wir freuen uns sehr über das Engagement von BBBank und BBBank Siftung und danken für die Spende“, betont Guttmann. „Die VHS wird diese Mittel zur Anschaffung von Tablets einsetzen. Sie eröffnen den Geflüchteten die Möglichkeit, zusätzlich zum Deutschunterricht über das Portal des Deutschen Volkshochschulverbands mit Hilfe des prämierten Programms ‚Ich will Deutsch lernen.de‘ ihre Kenntnisse und Fertigkeiten auszubauen und zu vertiefen.“

Die Spende stammt aus Mitteln des Gewinnsparvereins Südwest e. V. Die Fördermaßnahme hat zunächst eine Laufzeit von drei  Jahren. Insgesamt stellt die BBBank ein Fördervolumen von 600.000 Euro zur Verfügung. In 15 Städten erhielten die lokalen Volkshochschulen bisher mehr als 180.000 Euro für die Integrationsmaßnahmen.

Die sprachliche Bildungsarbeit mit Zugewanderten und Geflüchteten ist eine über Jahrzehnte gewachsene Kernaufgabe der Volkshochschulen. Als kommunale Weiterbildungszentren nehmen sie dabei eine besondere Stellung ein. Sie sind der bewährte Integrationspartner mit der größten Erfahrung vor Ort. Gleichzeitig sind sie Bildungspartner von Kommune, Land und Bund und sind in diesem Kontext sowohl lokal als auch überregional bestens vernetzt. Aus diesem Grund können die Volkshochschulen auch passgenau Bildungsprogramme für die jeweilige Zielgruppe unterbreiten. Sie begreifen Zugewanderte  nicht als homogene Gruppe, sondern sprechen sie mit ausdifferenzierten Weiterbildungsangeboten für unterschiedliche Lebensweisen, Kompetenzen und Bedürfnisse an. Mit ihrem an alle BürgerInnen gerichteten Angebot sind sie auch ein Ort gelebter Integration.

So hält die Ada-und-Theodor-Lessing-Volkshochschule Hannover eine Vielzahl von Einstiegs-, Beratungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten für Geflüchtete  bereit. Sie reichen vom Alphabetisierungskurs über die mit unterschiedlichen Niveaustufen hinterlegten Kurse in der Zielsprache Deutsch bis hin zu Möglichkeiten, einen Schulabschluss nachzuholen, in eine berufliche Ausbildung zu wechseln oder den Hochschulzugang zu erreichen. Die so aufeinander abgestimmte Bildungskette der VHS Hannover, verbunden durch eine individuelle Bildungsberatung, Kompetenzbilanzierung und Bildungsplanung, erleichtert die erforderlichen Übergänge und ermöglicht das direkte Erreichen von Bildungsabschlüssen.

Fundbüro führt Versteigerung durch

Das Fundbüro der Landeshauptstadt führt am Sonnabend, den 26. August wieder eine Versteigerung von Fundsachen durch. Die Auktion findet im Foyer des Bürgeramtes Mitte in der Leinstraße 14 statt und beginnt um 9 Uhr. Zur Versteigerung kommen etwa 550 verschiedene Objekte wie Uhren, Handys, Spielwaren, Bekleidung und Werkzeug.

Es kommen keine Fahrräder zur Versteigung. Fahrradversteigerungen finden stets gesondert statt und werden rechtzeitig angekündigt.

Es handelt sich um gebrauchte Sachen, die so versteigert werden, wie sie dem Fundbüro übergeben wurden. Eine Gewähr für den Zustand und die Beschaffenheit der Fundsachen – insbesondere für deren Mängelfreiheit – kann nicht übernommen werden.

Stadtteilkultureinrichtungen überraschen mit neuem Format „Blind Date Kultur“

„Blind Date Kultur“: einfach mal hingehen, staunen, genießen und sich inspirieren lassen. Sechs Stadtteilkultureinrichtungen Hannovers überraschen mit diesem neuen Format, für das einzig Ort und Zeitpunkt verraten werden. Alles Weitere eröffnet sich dem Publikum am Treffpunkt. Das „Blind Date Kultur“ kann spektakulär, irritierend, spannend, einfach nur unterhaltsam oder der Impuls für eine große Leidenschaft werden.

Den Auftakt macht der Kulturtreff Plantage, Treffpunkt Haltestelle Eichenfeldstraße in Badenstedt am Mittwoch (23. August), 19 bis zirka 20.30 Uhr. Um Anmeldung unter 496414 wird gebeten.

Die Idee dahinter ist es, eine außergewöhnliche Begegnung mit Kultur und Menschen an einem Ort im Stadtteil zu haben, wo diese so üblicherweise nicht stattfindet. Wer neugierig und mutig ist, kann einfach mal hingehen „Blind Date Kultur“ ist ein spannendes Experiment für das Publikum und für die Kulturschaffenden zugleich. Musik, Theater, Malerei, Tanz und vieles mehr kann sich hinter der Veranstaltung verbergen.

Die weiteren Termine:

28. August,

17.45 bis 19 Uhr, Stadtteiltreff Sahlkamp, Treffpunkt Haltestelle Bahnstrift, Stadtbahnlinie 2, Anmeldung unter 168-48052

30. August

17 bis 18.30 Uhr, Kulturtreff Bothfeld, ohne Anmeldung Treffpunkt Bothfelder Platz, Klein-Buchholzer Kirchweg

6. September

18 bis 20 Uhr, Kulturtreff Vahrenheide, ohne Anmeldung, Treffpunkt Kanalbrücke Vereinsgaststätte Wasserfreunde

8. September

17.30 bis 19 Uhr, Stadtteilzentrum Ricklingen, Ricklinger Stadtweg 1, Kosten 5 Euro, Anmeldung unter 168-49595

16. September

18.30 bis 20 Uhr, Lister Turm, Treffpunkt Haltestelle Vier Grenzen vor dem Küchen Atelier, Kosten 5 Euro, Anmeldung unter 168-42402

Solidarity City

Hannover als „Solidarity City“ – nur eine Utopie?

Informations- und Diskussionsveranstaltung
Dienstag, 22.08.2017 – Beginn 18:30 Uhr

Solidarity / Sanctuary Cities nennen sich in USA, Kanada und UK fast 300 Städte, aus denen nicht abgeschoben wird.

In Hannover wie in vielen deutschen Städten hat sich als Reaktion auf die Abschiebepolitik und die rassistische Stimmung in Teilen der Gesellschaft eine Initiative gebildet, für eine solidarische Stadt, in der Menschen unabhängig vom Aufenthaltsstatus wohnen, arbeiten und leben können.
Über diese Idee wollen wir informieren und mit euch über praktische Ansätze einer Solidarity City in Hannover diskutieren. Dazu werden auch existierende Gruppen (wie Ticketteilen, Flüchtlingsrat) berichten.

solinet-hannover@lists.riseup.net

Kulturzentrum Pavillon
Lister Meile 4
30161 Hannover
www.pavillon-hannover.de

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