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Erste Bombenangriffe auf Hannover

Ein erster „Angriff“ erfolgte am 4. September 1939: Ein Whitley-Bomber der RAF warf Flugblätter ab. Am 19. Mai 1940 bombardierte die RAF die Raffinerien in Misburg. 19 Menschen starben. In der Seilerstraße (Südstadt) fordert der Bombenkrieg am 1. August 1940 die ersten Opfer in der Stadt. Sechs britische Maschinen zerstörten am 30. September 1940 mehrere Gebäude in Wülfel und Linden-Limmer.

9. Oktober 1943 – Der „schwarze Tag“

Beim schwersten Angriff auf Hannover wurden am 9. Oktober nachts zwischen 01:05 und 01:45 Uhr von 540 Flugzeugen der Royal Air Force 1.660 Tonnen (258.000 Brand- und 3.000 Sprengbomben) abgeworfen und das Stadtzentrum sowie die Südstadt zu großen Teilen zerstört. 1.245 Menschen starben, 250.000 wurden obdachlos. Der Zugverkehr über den Hauptbahnhof konnte erst nach vier Tagen über ein Gleis wieder aufgenommen werden.

Bei Kriegsende war das Zentrum zu 90 % zerstört; 52 % aller Gebäude im Stadtgebiet waren völlig zerstört oder schwer beschädigt. Insgesamt 7,5 Millionen Kubikmeter Schutt waren zu beseitigen. Von den Ende 1939 vorhandenen 147.222 Wohnungen wurden 51,2 % total zerstört bzw. schwer beschädigt, 43,6 % mittel oder leicht beschädigt und nur 7.489 Wohnungen (5,2 %) waren noch völlig intakt. Die Aegidienkirche und die Nikolaikapelle wurden nicht wieder aufgebaut, ihre Ruinen blieben als Mahnmal für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft erhalten.

Bildquellen:

  • Kalenderblatt: www.hannover-entdecken.de