Alle Artikel mit dem Schlagwort: Ballhof

Gegen die Angstmacher

Gegen die Angstmacher!

Gegen die AngstmacherWie stoppen wir den Rechtspopulismus und die Gesellschaftsspalter?

Was haben soziale Spaltung und zunehmende Erfolge rechtspopulistischer Parteien mit der Globalisierung und der Handelspolitik zu tun? Wie verändert sich der gesellschaftliche Diskurs nach der Trump-Wahl und welche Auswirkung hat dies auf unsere Demokratie?

Niedersachsens stv. Ministerpräsident und Umweltminister Stefan Wenzel im Gespräch mit Prof. Dr. Gesine Schwan und Oskar Negt, Hannover

Über diese und andere Fragen zu den Themen Globalisierungsangst, soziale Spaltung und Überfremdungsängste wird Stefan Wenzel mit unseren Gästen sowie den Veranstaltungsbesucher*innen diskutieren. Wenzel sieht dringenden politischen Handlungsbedarf das Miteinander wieder zu stärken und Einkommensunterschiede zu verringern. Er will die nationalen und internationalen Handelsregeln transparent und fair neu vereinbaren. Gesine Schwan zweifelt, dass wir eine gespaltene Gesellschaft sind. 80 Prozent seien laut Studien dafür, dass Flüchtlinge weiter aufgenommen werden. Oskar Negt mahnt, Wirklichkeit werde von der Politik systematisch unterschlagen. Der daraus entstehende Mangel an Orientierungssignalen für die Gesellschaft sei mitverantwortlich für das Anwachsen jener Kräfte, die einfache Antworten anböten.

Diskutieren Sie mit uns, wir freuen uns auf Sie!

Grüner Salon – die Stiftung Leben & Umwelt
Montag, 27.03.2017 um 19:00 Uhr

Ballhof Zwei
Knochenhauerstraße 28
30159 Hannover

Eintritt frei

Anmeldung unter: info@slu-boell.de oder 0511-301857.0

23 - Nichts ist so wie es scheint

23 – Nichts ist so wie es scheint

Die Bundesrepublik Deutschland in den 1980er Jahren: Der 19-jährige Schüler Karl Koch ist ein Hacker der ersten Stunde. Mit einem Commodore-PC und einem Akustikkoppler gelingt es ihm gemeinsam mit einem Freund, das damals gerade entstehende Datennetz auszutricksen. Inspiriert von der Romanfigur Hagbard Celine aus der Illuminatus-Trilogie, macht Koch sich auf die Suche nach den Hintergründen politischer und wirtschaftlicher Macht, lässt sich vom sowjetischen Geheimdienst einspannen, auch von Journalisten, hackt sich vor laufender Kamera ins Atomkraftwerk Jülich, gerät ins Visier des deutschen Staatsschutzes, entdeckt die Omnipräsenz der Zahl 23 und befeuert damit seine Verschwörungsfantasie. Dem zunehmenden Druck entflieht er in die Kokainsucht. Paranoide Schübe suchen ihn heim – nicht alle sind unberechtigt. Wiederholt liefert er sich in die Psychiatrie ein, kooperiert mit dem BND, erhält eine neue Identität – schließlich wird seine verkohlte Leiche in einem Waldstück nahe Wolfsburg aufgefunden.

nach dem Film von Hans-Christian Schmid

Junges Schauspiel | ab 14 | Di 28.02.17 | 19:30–21:30 | Ballhof Eins

Mit Unterstützung von Johnson Controls

Ballhof (Bild: Clemensfranz, Hannover Ballhof, Datum Overlay von hannover-entdecken.de, CC BY-SA 3.0)

Weltweit Weihnacht

Märchenhafte Weihnachtsgeschichten, nicht nur für Kinder
Annegret Birth-Frost: Der Ritt auf den Glasberg

Wenn es draußen früh dunkelt und Hannovers Altstadt sich zu einem Lichtermeer verwandelt, kann Weihnachten nicht mehr fern sein. Jeden Tag vom 1. bis 20. Dezember laden die Märchen- und Geschichtenerzähler der Theaterpädagogik am Schauspiel um 17:30 Uhr ins Ballhof Café. Bei einer Tasse Tee oder Kaffee entkommen Kinder und Erwachsene für eine halbe Stunde dem hektischen Treiben der Geschäfte und des Weihnachtsmarktes und können sich eine kleine besinnliche Auszeit nehmen und bekannten oder weniger bekannten Geschichten lauschen.

An einigen Terminen hören Sie in diesem Jahr die Geschichten sogar zwei- oder dreisprachig (Deutsch, Arabisch und Kurdisch.)

Mo 05.12.16 im Ballhof Café
Einlass 17:00
Beginn 17:30

Der Eintritt ist frei.

Burghart Klaußner (Foto: © Max Parovsky)

HÖRWERKE: Literatur musikalisch

Burghart Klaußner (Foto: © Max Parovsky)

Burghart Klaußner (Foto: © Max Parovsky)

Szenische Lesung mit Burghart Klaußner und Tilo Werner am 21. März im Ballhof

Ohren gespitzt! Um das Zusammenspiel von Literatur und Musik dreht sich die Veranstaltungsreihe „Hörwerke“, die im Rahmen der Hörregion Hannover in diesem Frühjahr stattfindet. Drei Termine, drei Orte, ein Thema: Die Hörwerke bringen Literatur nicht nur zum Klingen, sie setzen sie auch musikalisch um. Am Montag, 21. März, 19.30 Uhr, steht mit einer szenischen Lesung von Burghart Klaußner und Tilo Werner unter der Überschrift „Fragen Sie mehr über Brecht“ im Ballhof Teil 2 auf dem Programm.

Burghart Klaußner kaufte sich bei seinen frühen Ostberlin-Exkursionen mit der getauschten Ostmark eine Schallplatte mit den intelligent-wahrhaftigen Gesprächen, die der Germanist und damalige Leiter des Ostberliner Brecht-Archivs, Hans Bunge, mit dem Komponisten Hanns Eisler (geboren 1898 in Wien, gestorben 1962 in Berlin) führte. Für Burghart Klaußner gehören diese Gespräche „zum Großartigsten, was im 20. Jahrhundert zu Kunst gesagt worden ist“. So entstand aus Klaußners Faszination und Begeisterung für „diesen Mann mit seiner Intelligenz, seinem Witz, seiner Polemik, seiner Schärfe, seiner Belesenheit und Allgemeinbildung“ diese musikalisch-szenische Lesung.

Friederike Wißmann schreibt in ihrer 2012 erschienenen Biografie „Komponist. Weltbürger. Revolutionär“ über Hanns Eisler: „Auf die Frage >>Wer war Hanns Eisler?<< müsste man mehrstimmig antworten, so wie es in der Musik möglich ist. Eisler war Komponist der DDR-Nationalhymne, er war Arbeiterchorleiter, Schönberg-Schüler, Weggefährte Bertolt Brechts. Er lebte in Wien, New York, Los Angeles und in Ostberlin: Sein Lebenswerk führte ihn aus dem Wien der Jahrhundertwende über die Schlachtfelder des Ersten Weltkriegs ins Berlin der 1920er Jahre; es folgten die intensive Zusammenarbeit mit Brecht Mitte der 30er Jahre in Dänemark, die Übersiedlung in die USA 1938, seine Ausweisung 1948 und der Neuanfang in der gerade gegründeten DDR, zu der er bei grundsätzlichem Zuspruch bis zu seinem Tod am 6. September 1962 ein ambivalentes Verhältnis haben sollte. Eislers Netzwerk vereinte zahlreiche berühmte Künstler der ersten Jahrhunderthälfte. Dazu gehören neben Arnold Schönberg und Bertolt Brecht auch Charlie Chaplin, Thomas Mann, Theodor W. Adorno, Anton Webern, Alban Berg, Fritz Lang, Ernst Busch und viele andere.“

Burghart Klaußners künstlerische Vita ist lang, erfolgreich und kündet von seiner enormen Vielseitigkeit. Der gebürtige Berliner ist nicht nur ein herausragender Theater- und Filmschauspieler, sondern seit 2006 auch regelmäßig als Theaterregisseur in Hamburg, Bochum und Dresden tätig. Mit großem musikalischen Talent ausgestattet, entwickelte er Konzertprogramme für die Bühne, die nach wie vor in seinem Repertoire sind: „Je chante – Burghart Klaußner swingt Charles Trenet“ und „Zum Klaußner. Die musikalische Reisegaststätte der bedenkenlosen Art“, sein musikalisches Lebens-Passepartout. Der Schauspieler Burghart Klaußner wurde (neben vielen anderen Preisen und Nominierungen) in Dito Tsintsadzes Film „Der Mann von der Botschaft“ 2006 in Locarno mit dem Silbernen Leoparden als Bester Darsteller, 2010 mit dem Deutschen Filmpreis als Bester Hauptdarsteller in Michael Hanekes für den Oscar nominierten Film „Das weiße Band“, und 2012 für seinen Willy Loman im „Tod eines Handlungsreisenden“ am Hamburger St. Pauli Theater mit dem  Deutschen Theaterpreis FAUST als Bester Hauptdarsteller ausgezeichnet. In diesem Jahr spielte er grandios den widerständigen Staatsanwalt Fritz Bauer im Lars Kraumes Kinofilm „Der Staat gegen Fritz Bauer“. Anfang 2016 wird er als Berliner Bürgermeister Manfred Degenhardt im ARD-Sechsteiler „Die Stadt und die Macht“ zu sehen sein.

Montag, 21.März 2016, 19.30 Uhr im Ballhof Eins

Fragen Sie mehr über Brecht – Hanns Eisler im Gespräch mit Hans Bunge
Szenische Lesung mit Burghart Klaußner und Tilo Werner.
Am Flügel: Matthias Stötzel

Eintritt: 19,50 € / 22,50 €. Ermäßigungen

Vorverkauf ab 29. Januar 2016: www.staatstheater-hannover.de
Telefon: 0511.9999-1111
Abendkasse: 18.30 Uhr