Selbst betriebene Post-Filialen zur Geldwäsche aufgeflogen
Die Staatsanwaltschaft Hannover und die Polizei Hannover ermitteln gegen eine Tätergruppierung aus Hannover und der Region, die im Verdacht steht, sich zur Verschleierung von Finanzströmen und dem Outcashen hoher Bargeldbeträge zusammengeschlossen zu haben. Die Tatverdächtigen bedienten sich dabei eigener Postagenturen, um inkriminierte Gelder in Höhe von mutmaßlich mehr als 60 Millionen Euro bar abheben zu können. Den Verdächtigen wird vorgeworfen, arbeitsteilig vorgegangen zu sein. Während einige Beschuldigte mit der Anwerbung von sogenannten Finanzagenten betraut waren, betrieben andere Tatverdächtige eigene Postagenturen und nahmen über diese Auszahlungen inkriminierter Gelder vor. Zum Geschäftsmodell gehörte es, EU-Staatsbürger im Ausland unter einer Legende anzuwerben und nach Deutschland zu verbringen, um hier auf deren Namen Bauunternehmen zu gründen und Bankkonten zu eröffnen. Dabei entfalteten die Baufirmen offensichtlich keine eigenen legalen Geschäftstätigkeiten, sondern dienten lediglich der Verschleierung hoher Geldtransfers, die im Verdacht mit Betrugstaten (u.a. Phishing, Enkeltrick, Internetbetrug, Anlage- und Abrechnungsbetrug) und Steuerhinterziehung stehen. Am Dienstag, 23.04.2024, hat die Polizei Hannover mit Unterstützung der Zentralen Polizeidirektion und der Steuerfahndung Hannover unter teilweiser und guter Mitwirkung der Deutschen Post mehrere Wohnungen und Geschäftsräume …