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Ausblick von der Waterloosäule

Zahlreiche Angebote am Tag des offenen Denkmals

Die Landeshauptstadt Hannover beteiligt sich mit zahlreichen kostenlosen Angeboten zum bundesweiten Tag des offenen Denkmals am kommenden Sonntag (9. September).

Gartenfriedhof an der Marienstraße

Gartenfriedhof an der Marienstraße

Unter anderem präsentiert der Fachbereich Umwelt und Stadtgrün einige Neuerungen für den Gartenfriedhof: Eine neue Broschüre beschreibt die besondere Geschichte und Bedeutung des heutigen Gartendenkmals. 36 ausgewählte Grabmale werden darin näher erläutert und können zukünftig bei einem abwechslungsreichen Spaziergang über das Gelände erkundet werden.

Darüber hinaus hat der ehemalige Friedhof drei neue Informationstafeln erhalten. In Kurzform werden die wesentlichen Aspekte des Friedhofs wie Geschichte und Entwicklung dargestellt, ein Lageplan zeigt 36 besondere Grabmale. Zudem wurde nach Vorgaben, die einem Gartendenkmal entsprechen, ein Zaunelement eingebaut, das den früheren Eingang an der Ecke Marienstraße/Warmbüchenstraße schließt.

Angebote der Landeshauptstadt zum Tag des offenen Denkmals

  • Halbstündlich zwischen 11 und 16 Uhr, Waterloosäule: Aufstieg auf die Plattform, Lavesallee 14. Voranmeldungen sind nicht möglich, BesucherInnen können sich ab 11 Uhr vor Ort in eine Liste für ihre gewünschte Zeit eintragen. Maximal zehn Personen können pro Aufstieg teilnehmen. Der Aufstieg über eine Wendeltreppe mit 190 Treppenstufen im Inneren ist nicht barrierefrei. Bei sehr schlechtem Wetter muss der Aufstieg leider ausfallen.
  • 11.30 Uhr, Museum August Kestner: Der Schatz der Goldenen Tafel – Führung mit Thorsten Henke, Trammplatz 3 (das Museum August Kestner ist von 11 bis 18 Uhr geöffnet, Eintritt an diesem Tag frei).
  • 12 Uhr, Gartenfriedhof: Führung „Alte Grabmale auf dem Gartenfriedhof und die auf ihnen dargestellte Symbolik“. Pastor Dietmar Dohrmann stellt die Grabmalsymboliken vor. Treffpunkt ist am Eingang des Gartenfriedhofs an der Gartenkirche St. Marien, Marienstraße 35.
  • 12, 13.30 und 15 Uhr, Stadtbibliothek Hannover: Führung durch den historischen Bücherturm, Hildesheimer Str. 12; nur nach Anmeldung (begrenzte Teilnehmerzahl): telefonisch unter (05 11) 1 68 – 4 21 69 oder per E-Mail unter 41.92@hannover-stadt.de (nicht außerhalb der Führungen geöffnet).
  • 14 Uhr, Gartenfriedhof: Führung „Die Geschichte des Gartenfriedhofs und seiner bedeutendsten Grabmale“. Angelika Weißmann erläutert Geschichte, Entwicklung, begrabene Persönlichkeiten und ihre Grabmale auf diesem Gartendenkmal. Treffpunkt ist am Eingang des Gartenfriedhofs an der Gartenkirche St. Marien, Marienstraße 35.
  • 14 Uhr, Historisches Museum: „Denkmal ernstgenommen: Verbindung(en) von Geschichte und Gegenwart“ – Führung mit Museumsdirektor Dr. Thomas Schwark (das Historische Museum ist von 11 bis 18 Uhr geöffnet, Eintritt an diesem Tag frei).
  • 14, 15 und 16 Uhr, Festsaal der Galerie Herrenhausen: Führungen mit Dr. Heiko Laß (Institut für Kunstgeschichte der Ludwig-Maximilians-Universität München), Herrenhäuser Straße 3a (der Festsaal der Galerie Herrenhausen ist von 11 bis 18 Uhr geöffnet; der Eintritt in die Galerie und zu den dortigen Führungen ist frei; Eintrittspreise Herrenhäuser Gärten: Erwachsene 8 Euro, Kinder/Jugendliche (12 bis 17 Jahre) 4 Euro, Kinder unter 12 Jahre frei).
  • 14, 15 und 16 Uhr, Arne Jacobsen Foyer: Führungen mit Architektin Anne Panse (Koch Panse Architekten BDA), Herrenhäuser Straße 3a (das Arne Jacobsen Foyer ist von 11 bis 18 Uhr geöffnet; der Eintritt in das Arne Jacobsen Foyer und zu den dortigen Führungen ist frei; Eintrittspreise Herrenhäuser Gärten: Erwachsene 8 Euro, Kinder/Jugendliche (12 bis 17 Jahre) 4 Euro, Kinder unter 12 Jahre frei).
  • 15 bis 17 Uhr, Historisches Museum: Der Beginenturm – Ein Zeuge der Stadtgeschichte vom Mittelalter bis in die Gegenwart, Pferdestraße 6 (keine Führung, der Beginenturm ist von 15 bis 17 Uhr zu besichtigen; MitarbeiterInnen stehen in dieser Zeit für Auskünfte bereit; das Historische Museum ist von 11 bis 18 Uhr geöffnet, Eintritt an diesem Tag frei).
Ausblick von der Waterloosäule

Ausblick von der Waterloosäule

Informationen zur Waterloosäule:

Die Siegessäule wurde in den Jahren von 1825 bis 1832 nach einem Entwurf von Georg Ludwig Friedrich Laves auf dem Waterlooplatz errichtet. Von dem knapp 47 Meter hohen Denkmal haben die BesucherInnen einen guten Rundumblick über die Altstadt, das Neue Rathaus, die Calenberger Neustadt, Linden und bei gutem Wetter auch bis zum Deister.

Informationen zur Führung im Museum August Kestner:

Gold, Elfenbein und Kristalle, die Reliquien und Reliquiare des Schatzes der Goldenen Tafel aus St. Michaelis zu Lüneburg beeindrucken ihre BetrachterInnen heute wie vor 500 Jahren. Die Führung wird dieses einmalige Denkmal mittelalterlicher Glaubensgeschichte in Niedersachsen vorstellen.

Informationen zur Führung in der Stadtbibliothek Hannover:

Der 1929 bis 1931 errichtete Stahlskelettbau wird stilistisch der expressionistischen Architektur zugerechnet. Das zehngeschossige Gebäude ist mit seiner roten Klinkerfassade neben Anzeiger-Hochhaus und Capitol-Hochhaus am Schwarzen Bären ein bedeutender Repräsentant der „roten Backstein-Moderne“ in Hannover. Die BesucherInnen haben die Gelegenheit, die erste Turmbibliothek Deutschlands zu besichtigen und dabei einiges über modernste Bibliothekstechnik – damals und heute – zu erfahren.

Informationen zur Führung im Historischen Museum Hannover:

Das Historische Museum Hannover steht vor großen Veränderungen. Die Dauerausstellung – das Rückgrat des Museums – wird derzeit neu geplant und gebaut. Rund 4.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche sind leergeräumt. Das Gebäude selbst ist ein gewichtiges Baudenkmal: Entworfen vom Architekten Dieter Oesterlen, gilt es als herausragender Museumsbau der 1960er Jahre. Stadtraum und Museumsexponate sollten durch Transparenz der Fassade in eine sichtbare Wechselwirkung treten.

Was bedeutet das Erbe der Ideen Oesterlens für die Neugestaltung des Museums? Wo sind die Qualitäten des Baudenkmals besonders sichtbar, wie werden sie als Potenziale für die Neugestaltung genutzt? Die Führung bietet einen einmaligen Einblick in die Planung des neuen hannoverschen Stadtmuseums und hinter die Kulissen der Umbaumaßnahmen.

Informationen zur Führung im Beginenturm:

Das Baudenkmal Beginenturm ist einer der ganz wenigen erhaltenen mittelalterlichen Gebäude Hannovers. Er hat die Entwicklung der Stadt vom Mittelalter bis in die Gegenwart begleitet und er kann davon erzählen: Das preisgekrönte Sanierungskonzept des Turmes macht dessen Umbau- und Nutzungsspuren – als Wehrturm, Gefängnis, Lager, Kneipe und Wohnung – durch die Geschichte sichtbar. Auf der Aussichtplattform angekommen, bietet sich ein Panoramablick über die Stadt.

Informationen zu den Führungen in den historischen Gebäuden der Herrenhäuser Gärten:

Die Galerie Herrenhausen wurde zwischen 1694 und 1698 von Brand Westermann errichtet, auf Grundlage von Entwürfen des kurpfälzischen Baumeisters Johann Peter Wachter. Das Gebäude diente Repräsentationszwecken, wurde aber auch als Überwinterungshaus für Zitruspflanzen genutzt. Für die Wand- und Deckengestaltung des prunkvollen Festsaals wurde der italienische Architekt und Bühnendekorationsmaler Tommaso Giusti beauftragt. In den Führungen von Dr. Heiko Laß, einem der führenden Experten barocker Wand- und Deckenmalereien, erhalten die BesucherInnen Einblicke in den Galeriefestsaal und erfahren Wissenswertes über die kunstvollen Fresken.

In den frühen 60er Jahren entwarf der dänische Architekt Arne Jacobsen das nach ihm benannte Glasfoyer, das sich heute in zurückhaltender Eleganz an den fürstlichen Blumengarten anschließt. Von 2016 bis 2017 wurden umfassende Sanierungsmaßnahmen an dem Gebäude durchgeführt. Geleitet wurden die Renovierungen vom Architektenbüro Koch Panse Archtiekten BDA aus Hannover. Architektin Anne Panse gibt bei ihren Führungen Einblicke in die Sanierungsarbeiten und die Geschichte dieses Gebäudes, das als eines der wenigen unveränderten Werke Jacobsens in Deutschland erhalten geblieben ist.

Informationen zum Gartenfriedhof:

Historie

Während des Dreißigjährigen Krieges (1618 bis 1648) hatten sich zahlreiche Flüchtlinge vor dem Aegidientor angesiedelt. Mit dem Anbau und dem Verkauf der auf Nutzgartenparzellen angebauten Gartenfrüchte an die Stadtbevölkerung bestritten sie ihren Unterhalt.

1741 erwarb der Magistrat der Stadt außerhalb der Stadtmauern vor dem Aegidientor ein rund 15.000 Quadratmeter großes Grundstück. Darauf richtete er einen Friedhof für die hier ansässigen, sogenannten Gartenleute ein – den ersten städtischen Friedhof Hannovers. Der Gartenfriedhof war noch nicht, wie spätere städtische Friedhöfe, durch ordnende Strukturen gegliedert, sondern erhielt lediglich zweckmäßige Erschließungswege und eine Einfriedungshecke.

1749 wurden auf dem Friedhof die erste Kirche, die Gartenkirche, und ein Pfarrhaus errichtet. In der Folge entwickelte sich der Gartenfriedhof als beliebter Bestattungsort der bürgerlichen und gebildeten Gesellschaft Hannovers. 1864 musste der Friedhof nach einer 123-jährigen Nutzungsphase geschlossen werden, weil kein Platz für Neubelegungen bestand und eine Erweiterung der Fläche nicht möglich war.

Nachdem Ende des 19. Jahrhunderts das erste Stadtgartenamt mit Julius Trip als Direktor gegründet wurde, begann die sukzessive Entwicklung der bis etwa 1895 im ursprünglichen Erscheinungsbild belassenen Bestattungsfläche zu einer öffentlichen Grünfläche. Unter Wahrung des Friedhofscharakters wurden Wege angelegt, Aufenthaltsbereiche geschaffen und Gehölzaufwuchs entfernt. Noch davor war die alte Gartenkirche abgerissen worden. Die neu gebaute evangelische Gartenkirche St. Marien wurde 1891 eingeweiht.

Während der Weltkriege blieben der wertvolle Baumbestand und die meisten Grabsteine des Gartenfriedhofs weitgehend von Zerstörungen verschont. Dennoch büßte der Friedhof 1938 den umlaufenden Metallgitterzaun sowie zahlreiche Grabeinfassungen aus Metall ein, die zu Kriegszwecken eingeschmolzen wurden. Nach dem Zweiten Weltkrieg stand der Gartenfriedhof als eine von wenigen öffentlichen Grünfläche inmitten der stark zerstörten Stadt zur Verfügung.

Zur Schonung der historisch bedeutenden Anlage ließ das Garten- und Friedhofsamt in den 1950er Jahren Wege befestigen, Rasenflächen neu einsäen, Grabsteine restaurieren und einen Spielplatz mit Sandkasten am östlichen Rand anlegen. Durch einen Straßenausbau 1955 reduzierte sich die Grünfläche allerdings auf 8.000 Quadratmeter.

Umgang mit Grabmalen

Trotz aller Verluste konnte der ehemalige Gartenfriedhof mit seinen qualitätvollen Grabmalen aus dem 18. und 19. Jahrhundert nach der Auflassung seine ursprüngliche Gestalt im Wesentlichen erhalten. Aus diesem Grund wurde er, als Ensemble mit den Grabsteinen, der Kirche und dem Pfarrhaus, im Jahr 1987 unter Denkmalschutz gestellt.

Heute übernimmt der kleine Park in der dicht bebauten Innenstadt Hannovers eine wichtige Funktion als attraktive Grün- und Erholungsfläche für AnwohnerInnen und BesucherInnen. Die imposanten steinernen Grabmonumente und das Miteinander von Natur und Kultur machen den besonderen Reiz dieser Grünanlage aus.

Der Gartenfriedhof beeindruckt vor allem durch die noch erhaltenen Grabmale, die zeittypische Dokumente von stadtgeschichtlicher, künstlerischer und kultureller Bedeutung sind. Zahlreiche hannoversche Persönlichkeiten aus der Zeit des 18. und 19. Jahrhunderts wurden hier bestattet.

Unter den 364 bis heute erhalten gebliebenen Grabsteinen sind auch mindestens fünf Grabzeichen von ehemaligen „Gartenleuten“ mit Aufschriften wie „Hier ruht der Gartenmann …“ Ehlers, Dühlmeyer, Bremer usw. zu finden. Die Bezeichnung Gartenmann trugen einzelne Gartenleute demnach noch bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts.

Etwa 75 Prozent der Grabsteine des Gartenfriedhofs sind im klassizistischen Stil errichtet und ahmen als Säulen, Obelisken, Sarkophage, Altäre und Portale die Antike nach. Auch die dargestellten Symbole und Embleme, darunter zahlreiche Schmetterlinge, Schlangen, Kränze etc., sind Stilmittel des Klassizismus.

Die jüngeren, ab etwa 1840 errichteten Grabmale des Gartenfriedhofs weisen Stilmittel der Romantik auf. Sie sind an ihren meist emporstrebenden neugotischen Formen mit spitzen Türmchen und Bögen zu erkennen und machen etwa 20 Prozent des Grabmalbestands aus.

Behörden sowie zahlreiche Institutionen, SpenderInnen, PatInnen haben in der Vergangenheit am Erhalt des Gartendenkmals mitgewirkt. Grabsteine wurden saniert und Flächen instandgesetzt. Die neue Broschüre, die neuen Informationsschilder sowie die denkmalgerechte Zaunschließung an der Ecke Warmbüchen-Marienstraße sollen die Wertschätzung des Gartenfriedhofs erhöhen und Interesse am überlieferten Kulturgut wecken.

Bestattete Persönlichkeiten

Auf dem Gartenfriedhof wurden unter anderen folgende Persönlichkeiten bestattet:

  • der couragierte Stadtdirektor Rudolph Philipp Wilhelm Rumann (in der Broschüre mit Nummer 2 markiert), der sich zusammen mit den Göttinger Sieben gegen die Aufhebung des liberalen Staatsgrundgesetzes erhob und dafür eine Gefängnisstrafe bekam,
  • der Keilschriftentzifferer und Direktor des Lyzeums, aus dem das Ratsgymnasium hervorging, Dr. Georg Friedrich Grotefend (Nummer 6),
  • der Hofzimmermeister Heinrich Andreas Jakob Lutz (11), dessen Vater als Zimmermann beim Bau der ersten Gartenkirche mitwirkte und dessen Grab wegen seiner missverständlichen Inschrift als „Menschenfressergrab“ berühmt wurde,
  • der als Maler hannoverscher Genreszenen und Landschaftspanoramen berühmt gewordene Hofmaler Johann Heinrich Ramberg (18),
  • der Architekt des Welfenschlosses und des Henriettenstifts an der Marienstraße, Christian Heinrich Tramm (19),
  • die international wissenschaftlich anerkannte Astronomin Caroline Herschel (21),
  • Charlotte Sophie Henriette Kestner (29), die Jugendliebe Goethes, der sie als Lotte im Roman „Die Leiden des jungen Werthers“ verewigte, und Mutter namhafter Nachkommen,
  • die jung verstorbene Henriette Juliane Caroline von Rüling (32), deren Grabplatten von einer Birke verschoben wurden, obwohl ihr Grab „niemals geöffnet werden dürfe“, sowie
  • der frühere Abt von Loccum und Gründer der Landschaftlichen Brandkasse, Georg Wilhelm Ebell (35).
Veranstaltungen zum 100. Todestag des Dichters Gerrit Engelke

Stadtbibliothek Hannover erinnert an den 100. Todestag des Dichters Gerrit Engelke

Veranstaltungen zum 100. Todestag des Dichters Gerrit EngelkeAm 13. Oktober 2018 jährt sich der 100. Todestag des hannoverschen Dichters Gerrit Engelke (21.10.1890 bis 13.10.1918). In Vorträgen und Lesungen mit Musik, einer Ausstellung und einem Stadtteilspaziergang erinnert die Stadtbibliothek Hannover gemeinsam mit der Stadtakademie an der Neustädter Hof- und Stadtkirche und dem Stadtteilzentrum Lister Turm unter dem Titel „Ich bin nur ein Tropfen…“ an Leben und Werk Engelkes und dessen Bedeutung für die heutige Zeit. Das Programm wird finanziell unterstützt vom Kulturbüro.

Das Programm:

Montag, 3. September, 17 bis 18 Uhr Stadtbibliothek Hannover, Hildesheimer Straße 12.

In der Reihe „Stadtbibliothek aufgeschlossen“ Vortrag von Detlef Kasten (Dipl.-Bibl.) über Gerrit Engelke: „Meine Bücher“

400 Titel umfasste Gerrit Engelkes Büchersammlung zeitweilig, bevor er sie aus Not hat verkaufen müssen. Die Titel seiner Bibliothek verzeichnete er auf 40 Pergamentseiten, die er eigenhändig mit ornamentalem Schmuck verzierte. Im Vortrag werden das Bücherverzeichnis zusammen mit überlieferten Bildern und Zeichnungen aus dem Gerrit-Engelke-Nachlass vorgestellt.

29. September bis 3. November, von 11 bis 19 Uhr

Stadtbibliothek Hannover, Hildesheimer Straße 12.

Ausstellung „Einer von 600.000“ – Gerrit Engelke, ein Dichter als Zeitzeuge

Die Stadtbibliothek Hannover verwahrt den größten Teil des handschriftlichen Nachlasses von Gerrit Engelke. In seinen Großstadtgedichten und in Briefen an die Eltern hielt er bildhaft das Lebensgefühl und die Lebenswirklichkeit der einfachen Leute im Hannover der 1910er Jahre fest. Mit dem Eintritt in den Ersten Weltkrieg und dem Einsatz an verschiedenen Fronten in Frankreich und Russland wurde er zum Zeitzeugen für das Leben und Sterben im ersten industriell geführten Krieg. Vier Wochen vor dem Ende des Ersten Weltkriegs starb er in einem englischen Lazarett auf französischem Boden. Die Ausstellung zeigt Gedichthandschriften, Briefe und Bilder aus dem Nachlass.

Dienstag, 9. Oktober, 19.30 Uhr

Stadtbibliothek Hannover, Hildesheimer Straße 12.

Lesung „Ich weiß: Ich bin ein Leben.“ Gedichte und Biographie Gerrit Engelkes

Rudolf Linder, Maggie Tschörner, Wolfgang Grote Musikalische Umrahmung: Monika Herrmann (Cello)

Der in Hannover geborene Dichter Gerrit Engelke verbrachte den größten Teil seines Lebens in seiner Heimatstadt. Sein Leben endete im Ersten Weltkrieg bei einem Einsatz in Nordfrankreich. In der Lesung wird anhand von Gedichten, Auszügen aus Briefen und Erinnerungstexten aus Engelkes persönlichem Umfeld über sein Leben und seinen Weg zum Dichter berichtet.

Sonnabend, 13. Oktober, 18 Uhr

Leibniz-Saal der Neustädter Hof- und Stadtkirche St. Johannis, Rote Reihe 8.

Gedichte und Vertonungen „Rhythmus des neuen Europa“ – Die Poesie von Gerrit Engelke. Rixa Gohde-Ahrens (Gesang), Cristian Peix (Klavier), Henning Ahrens (Rezitation)

Den Titel „Rhythmus des neuen Europa“ hatte Gerrit Engelke für eine geplante Ausgabe seiner Gedichte gewählt, die er wegen

seines frühen Todes nicht mehr vollenden sollte. An diesem Abend, seinem 100. Todestag, sollen vorgetragene Gedichte und Texte die Poesie und Ideenwelt Engelkes wieder lebendig werden lassen. Außerdem erklingen Vertonungen einiger seiner Gedichte, die ganz verschiedene Komponisten des 20. und 21. Jahrhunderts zur musikalischen Umsetzung inspiriert haben.

Donnerstag, 25. Oktober, 16 bis 18 Uhr

Stadtteilzentrum Lister Turm, Treffpunkt: Eingang Apostelkirche. Teilnehmerbeitrag sieben Euro, Anmeldung unter Telefon 168-42402.

Stadtteilspaziergang mit Gedichtvortrag: „Ich möchte hundert Arme breiten.“ Gerrit Engelkes Lebensstationen in List und Vahrenwald, Corinna Heins, Historikerin.

Donnerstag, 22. November, 19.30 Uhr

Stadtbibliothek Hannover, Hildesheimer Straße 12, Eintritt fünf Euro

Vortrag „Menschheitspathos, Großstadtlärm und Weltbürgertum“ Gerrit Engelke – ein vergessener Dichter aus Hannover, Prof. Dr. Florian Vaßen, Leibniz Universität Hannover.

Gerrit Engelke ist selbst in Hannover, seiner Heimatstadt, weitgehend unbekannt. Viele Dichter werden im Laufe der Zeit

vergessen, einst berühmte ebenso wie eher unbekannte oder verkannte. Die Ursachen sind vielfältig: Tagesaktualität, gesellschaftliche Veränderungen, neue Literaturströmungen, andere Schreibweisen und daraus folgend ein modifiziertes Interesse in der Literaturkritik und bei den LeserInnen. Warum also heute Engelke lesen? Die gängigen Charakterisierungen lauten Arbeiterdichter, Feierabendlyriker, Expressionist, aber – zumindest zu seiner Zeit – auch „kongeniales Talent“ und sogar „Lichtgestalt“. Die meisten seiner Gedichte sind uns heute fremd, eine Fremdheit, die uns allerdings durchaus neugierig machen sollte. Gerrit Engelkes Werke sind voller Widersprüche, sachliches Beschreiben steht zum Beispiel neben idealistischem Menschheitspathos. Immerhin ist er Zeitzeuge der hannoverschen Stadtgeschichte und auch sein Pazifismus und seine Orientierung an Europa sind heute noch von Bedeutung.

Jeanne D ' Arc

„Held*in LOS. Es beginnt mit Dir“

Jeanne D ' Arc

Jeanne D ‚ Arc

Stadtteilzentrum KroKuS ruft alle auf, sich mit dem Thema HeldInnen auseinanderzusetzen

„Held*in LOS. Es beginnt mit Dir“ heißt das Projekt, zu dem das Stadtteilzentrum KroKuS zusammen mit dem Verein für sozialkulturelle Stadtteilarbeit vom 8. bis 22. September Kinder, Jugendliche und Erwachsene aufruft, sich mit dem Thema HeldInnen auseinanderzusetzen. Über zwei Wochen sollen sich die TeilnehmerInnen mit HeldInnen und Vorbildern befassen, die dabei helfen können, Orientierung zu finden und Mut zu fassen, sich auf einen eigenen Weg zu begeben.

Die Wochen in der Übersicht:

Die erste Heldentat beginnt am 8. und 9. September mit einem Fotoworkshop zum Thema persönliche HeldInnen.

Am 10. September startet das Künstlerkollektiv LUZ als Artist in Residence in ihre Heldinnen*HOOD im KroKuS und im Quartier. Die Künstlerinnen werden bis zum 17. September die Nachbarschaft nach ihren HeldInnen befragen und werden die am 17. September um 17 Uhr in einer Installation präsentieren.

Mit einer Märchenerzählerin wird am 11. September der „kleine Mut“ in allen bei „Der König und der Dieb“ gesucht und am 15. September können sich Eltern beim Workshop „Lösungsfinder*innen – ich schaff’s“ über lösungsorientierte Kommunikation informieren und neue Wege der Kommunikation beschreiten.

Eine weitere Heldentat gibt es an zwei Terminen mit drei „lebenden Büchern“ in der Bibliothek: Unter dem Titel „Drei Menschen – Drei Geschichten“ kann man sich am 14. und 21. September mit Menschen auseinandersetzen, denen entweder sehr viel Mut per se zugeschrieben wird oder die ihn tagtäglich bei Ihrer Arbeit beweisen.

Für den 13. September ist ein Stöberpicknick mit Kamishibai angesagt. Dort können Interessierte unter schattigen Bäumen neben dem KroKuS in alten & neuen, analogen & digitalen Medien schmökern und sich über HeldInnen der Kindheit und KinderbuchheldInnen austauschen. Unsere Jugendlichen sollen ihren HeldInnenmut im 3D Street Art Workshop mit Graffiti finden und den Thie damit zur bunten Freiluftgalerie machen.

Die letzte Heldentat ist der Frauen*tag „Heldin* los: Ein Tag für Uns!“ am 22. September, an dem Frauen und Mädchen ein vielfältiges Programm von Workshops über Infostände bis hin zum Flohmarkt geboten wird.

Das Projekt wird unter anderem gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ und der Klosterkammer Hannover.

Weitere Infos gibt es unter www.hannover-KroKuS.de oder im Anhang. Änne Santen-Schmidt vom Stadtteilzentrum KroKuS steht unter der Rufnummer 168-34258 für weitere Informationen zur Verfügung.

21. ZINNOBER Hannover

21. ZINNOBER Hannover

21. ZINNOBER Hannover57 Galerien, Ateliers, Projekträume und Kunstvereine öffnen am ersten September-Wochenende ihre Türen

Am 1. und 2. September steht beim diesjährigen ZINNOBER jeweils von 11 bis 18 Uhr in 57 Kunstorten die Kunst im Mittelpunkt.

Podiumsdiskussion zum Auftakt

Eingeläutet wird der alljährliche, hannoversche Kunst-Herbstauftakt mit einem Podium des Kunstvereins Hannover und des Kulturbüros am 30. August ab 19 Uhr im Künstlerhaus Hannover zum Thema „Projektraum: Karrieresprungbrett oder Selbstausbeutung?“ mit VertreterInnen aus Projekträumen aus Hannover: Galerie BOHAI, ad/ad – Project Space, Studio Ilka Theurich, Bremen: Andtire Gallery, Düsseldorf: Konsortium, und München: Lothringer 13 Halle, sowie Anke Blome von der NORD/LB Kulturstiftung, moderiert von Kathleen Rahn, Direktorin Kunstverein Hannover, und Anne Prenzler, Leiterin Städtische Galerie KUBUS. Im Anschluss an das Podium wird im Künstlerhaus ein ZINNOBER-Sommerfest gefeiert.

ZINNOBER-Wochenende

Mehr als 300 professionell arbeitende KünstlerInnen der Bildenden Kunst öffnen dann am ersten September-Wochenende ihre (Arbeits-)Räume und gewähren Einblicke in ihre Arbeit. Die großen Institutionen wie die Kestner Gesellschaft, der Kunstverein Hannover und die Städtische Galerie KUBUS beteiligen sich an diesem Wochenende ebenso wie die großen und kleinen Galerien, Projekträume und Atelierhäuser. Neben den zahlreichen Ausstellungen, gibt es vielerorts ein Programm zum Mitmachen und Verweilen wie Künstlergespräche, Performances, Live-Musik und Lesungen.

Und das ist neu

Neu: Infopoint am Kröpcke und in der Städtischen Galerie KUBUS

Um den Überblick über das umfangreiche Angebot zu erleichtern und weiterführende Informationen zu erhalten, werden erstmals Infopoints im KUBUS und auf dem Kröpcke über das ZINNOBER-Wochenende eingerichtet. Als Blickfang und Infopoint wird die Installation „BLAASE“ des Künstlers Dominik Kuschmieder dienen. In den Abendstunden wird die Installation illuminiert.

Neu: Führungen

Zum ersten Mal werden zu ZINNOBER öffentliche Führungen zu verschiedenen Kunstorten angeboten, um mehr über die Kunst und die KünstlerInnen zu erfahren, andere Einblicke zu bekommen und neue Zusammenhänge kennenzulernen. Die rund zweistündigen Führungen sind kostenlos und ohne Voranmeldung.

Führungen am 1. September:

11 UhrIm Kiez unterwegs zwischen Brutalismus und puren Gärten mit Ilka Theurich, Performancekünstlerin und Kuratorin, ruine HQ, atelier:bettfedernfabrik und Atelier Mira e.V.. Treffpunkt Am Küchengarten Fössestraße / Ecke Blumenauer Straße.

15 Uhr3-Städte-Trip mit Johann Brandes, freier Kurator/Kunstvermittler, C28 Kunstraum, Treffpunkt am Infopoint KUBUS.

Führungen am 2. September:

12 Uhr – Große Hafenrundfahrt zu bekannten und neuen Kunstorten. Einmal alles bitte! Malerei, Zeichnung, Lichtinstallation, Klangräume und Konzepte. Eine Radtour mit der Künstlerin und freien Kunstvermittlerin Constanze Böhm über den Konnektor – Forum für Künste e.V., das Atelier Böhm zu KIK Kunst in Kontakt mit dem Endziel Atelierhaus Schulenburger Landstr. 150. Treffpunkt mit dem eigenen Fahrrad am Konnektor – Forum für Künste e.V., Kötnerholzweg 11.

13.45 UhrLister Kunst(t)räume – ein Spaziergang zur Kunst mit Jürgen Veith, Kunstspaziergänge Hannover, Treffpunkt am Atelier Lortzingart, Podbielski-/ Lortzingstraße.

Führungen „Festival für unsichtbare Kunst“ am 1. und 2. September:

jeweils 14 / 16 / 18 UhrAugmented Reality (AR)-Parcour: iJACKING Augmented Reality aus Asien, Australien, Nordamerika und Europa. Treffpunkt am ZINNOBER Infopoint am Kröpcke, Dauer zwei Stunden.

Die Virtuale Switzerland und der Kunstverein Kunsthalle Hannover präsentieren iJACKING – Augmented Reality (AR) aus Asien, Australien, Nordamerika und Europa. Das Festival für unsichtbare Kunst besetzt reale und fiktionale Räume auf einem umfangreichen AR-Parcours durch Hannovers City und zeigt Vertical Cinema – Strange Continuum am Kesselhaus und in der Kunsthalle Faust.

Durch die Erweiterung des Realen in den virtuellen Raum verschränkt sich das Festival subtil und poetisch mit Hannovers Alltagswirklichkeit. Bei diesen Führungen kann das Publikum zu Fuß mit dem Smartphone in der Hand virtuelle, dreidimensionale Kunstwerke auf vier Parcours zwischen Hauptbahnhof und Sprengel Museum Hannover entdecken und sich bei einem coolen Drink an der FahrBar am Kröpcke informieren. Vorabbuchungen für die AR-Touren sind auf https://ijacking.blogspot.com möglich.

ZUM ZINNOBER

Der ZINNOBER hat sich aus dem von Galerien begründeten Herbst-Saisonauftakt mit Kunsträumen und Ateliers sowie Kunsthäusern und Künstlergruppen entwickelt. Angelehnt an das Künstlerfest um Kurt Schwitters in den 1920er Jahren feiert ZINNOBER die Kunst in Hannover.

ZINNOBER zeigt die ganze Vielfalt der hannoverschen Szene. In den vergangenen zwei Jahren sind einige neue, darunter viele junge Ateliergemeinschaften und Projekträume hinzugekommen.

Ein Grund dafür sieht Anne Prenzler, Leiterin Kulturförderung und Städtische Galerie KUBUS, in der Einführung der Atelier- und Projektraumförderung: „Die Idee, durch eine gezielte Förderung die hiesige Kunstszene zu beleben, ist voll aufgegangen. Die Szene ist vielfältiger und lebendiger denn je.“ Unterstützt wird die neue Förderung, die es seit Juli 2016 gibt, durch die STIFTUNG Sparda-Bank Hannover und durch die Dr. Christiane Hackerodt Kunst- und Kulturstiftung.

NEU: Produktionspreis für Projekträume der NORD/LB Kulturstiftung

Die NORD/LB Kulturstiftung unterstützt die Entwicklung der jungen Kunstszene in Hannover mit der Auslobung eines Produktionspreises für Projekträume. Eine Jury der Stiftung soll aus zehn vom Kulturbüro vorgeschlagenen Projekträumen jährlich einen Preisträger auswählen, der zusätzlich eine Summe von 10.000 Euro für die Realisierung seines Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramms erhält.

Öffnungszeiten und weitere Informationen

Das ZINNOBER-Wochenende wird vielerorts bereits am Freitag (31. August) mit Vernissagen eingeläutet. Alle Ausstellungsorte sind am 1. und 2. September jeweils von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

An einzelnen Kunstorten wird ein Abendprogramm angeboten. Der Eintritt ist frei.

Der Eintritt zur Kestner Gesellschaft ist nur während der Aktionen frei.

ZINNOBER ist auch familienfreundlich – an verschieden Kunstorten werden Kinder-Aktionen angeboten.

Das ausführliche Programm zum 21. ZINNOBER Hannover liegt vor und kann angefordert werden beim Kulturbüro Hannover, Landschaftstr. 7, 30159 Hannover, Telefon 0511/168-45245 und Fax 0511/168-45073 oder E-Mail zinnober@Hannover-Stadt.de.

Internet: www.zinnober-hannover.de

Gartentheater Herrenhausen

Sommernächte im Gartentheater vom 3. bis 26. August in den Herrenhäuser Gärten

Gartentheater Herrenhausen

Gartentheater Herrenhausen

In ihrem dritten Jahr versprechen die „Sommernächte im Gartentheater“ diesen August wieder ein abwechslungsreiches Programm. Mit Tanzvergnügen zu Swing- und Soulmusik, Barockkonzerten, Kino unterm Sternenzelt und Poetry Slam ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Die dreizehn Veranstaltungen fügen sich in die zauberhafte Kulisse des sommergrünen Heckentheaters mit seinen vergoldeten Figuren ein. Schon zu Zeiten Kurfürstin Sophies war dies ein Ort für Feste und Konzerte. „Wir möchten unsere Gäste zu einem Gesamterlebnis aus Gartenkunst und Vergnügen einladen.“, sagt Ronald Clark, Direktor der Herrenhäuser Gärten. Ein Picknick an der Graft im Schatten der Linden, ein Gläschen Wein zur Abendveranstaltung bei romantischem Sonnenuntergang und anschließend ein Spaziergang durch den Illuminierten Garten, vorbei an sprudelnden Wasserspielen. „Es soll ein Sommerabend sein, an den man sich noch lange und gerne erinnert.“, so Clark.

Inga Samii, Leitung Veranstaltungen und Vermietung der Herrenhäuser Gärten, zeigt sich mit dem Vorverkauf zufrieden. „Der Kinofilm „Das Leben ist ein Fest“ und „Best of Slam!“ sind bereits ausverkauft. Generell ist die Resonanz sehr gut.“ Nach dem vielversprechenden Juliwetter blickt Samii optimistisch auf den August. „Wir haben viel Sonnenschein und angenehme Temperaturen bestellt, sind aber auch auf Regen vorbereitet“.

3. bis 5. August: Swing + Soul: Das Gartentheater wird zum Ballsaal

Zum Eröffnungswochenende verwandelt sich das Gartentheater erstmals in einen funkelnden „Open Air Ballroom“ und lockt am Freitag, den 3. August mit Swingmusik von der Fetten Hupe und einem Gastauftritt von Juliano Rossi aufs Parkett. Vorab gibt es einen Tanzkurs im „Lindy Hop“, dem populären Tanzstil der 30er und 40er Jahre. Funk- und Soulrhythmen prägen den Samstagabend am 4. August. Begleitet von Live-Musik und Sängerin Nathalie Dorra (bekannt aus Udo Lindenbergs Panikorchester) grooven DJ Ferry Ultra und Rob Hardt beim „Royal Soul Jam“ in den Sonnenuntergang. Am Sonntag, den 5. August lädt die Stomping Sugar Group zum nachmittäglichen Tanztee im Grünen.

10. bis 12. August: Barock: Hochkarätige Konzerte und ein Lese-Picknick

Die renommierte lautten compagney aus Berlin ist bereits zum dritten Mal zu Gast im Gartentheater und gestaltet zwei Konzertabende. Am Freitag, den 10. August bringen sie bei „Birds“ gemeinsam mit Blockflötist Stefan Temmingh und Sopranistin Dorothee Mields Kompositionen zum Klingen, die von Vogelarten inspiriert sind. Simone Kermes präsentiert am Sonnabend, den 11. August, bei „Handel with Care“ das Beste des Komponisten, dramatisch und intensiv. Ein Lese-Picknick schließt das zweite Wochenende am Sonntagmittag, 12. August, ab: Autor Bodo Dringenberg liest Geschichten aus „Hannover zur Zeit des Barocks“.

15. bis 17. August: Kino unterm Sternenzelt: „Das Leben ist ein Fest“ ist ausverkauft

Den Auftakt zum Open-Air-Kinogenuss macht Mittwoch, den 15. August, das Greenaway-Werk „Der Kontrakt des Zeichners“, das als eines der Schlüsselwerke zum Thema Gartenkunst im Spielfilm gilt. Anschließend wird am Donnerstagabend, 16. August, mit „Die fabelhafte Welt der Amélie“ der locker-leichte Spielfilm gezeigt, der Audrey Tautou zum Weltstar machte. Die aktuelle Hochzeitskomödie „Das Leben ist ein Fest“ knüpft am Freitag, den 17. August an den Erfolg von „Ziemlich beste Freunde“ an und ist bereits ausverkauft.

24. bis 26. August: Poetry Slam: Vier Dichterschlachten an drei Tagen

Am letzten Wochenende werden in Zusammenarbeit mit „Macht Worte!“ und dem Büro für Popkultur gleich vier Poetry Slam-Veranstaltungen angeboten. Den Auftakt macht am Freitag, den 24. August, die ironisch-sarkastische Solo-Show von Patrick Salmen, der er sein Programm „Treffen sich zwei Träume. Beide platzen.“ vorstellt. Beim „Best of Slam!“ am Samstag, den 25. August, treten fünf Poetinnen und Poeten gegeneinander zur Dichterschlacht an (bereits ausverkauft). Vorab laden sie zum literarischen Spaziergang bei „Meet the Poets“ im Großen Garten ein. Zum Abschluss gibt es am späten Sonntagnachmittag, 26. August, einen Jazz-Slam mit Johannes Berger, der die Poesie und die Musik wieder zusammenbringt.

Vorverkauf und Wetterinfos

Karten sind bei der Vorverkaufskasse im Künstlerhaus und über Eventim erhältlich. Die Tickets berechtigen zwei Stunden vor Veranstaltungsbeginn zum Eintritt in den Großen Garten. Bei schlechtem Wetter finden die Veranstaltungen – bis auf die Kinofilme – in der Orangerie statt. Das Kino findet definitiv draußen statt und muss nur bei Unwetter oder starkem Wind abgesagt werden. Bei einer Absage im Voraus oder einem Abbruch in der ersten Filmhälfte wird der volle Eintrittspreis erstattet, nicht jedoch die Vorverkaufsgebühr. Am Veranstal­tungstag wird bis 16 Uhr (12 Uhr für die Nachmittagsveranstaltungen) unter www.gartentheater-herrenhausen.de und der Rufnummer 0511/168-34000 über eine mögliche Verlegung oder Absage der Veranstaltung informiert.

Vorverkaufskasse im Künstlerhaus
Sophienstraße 2, 30159 Hannover
Telefon 0511/168-41222
www.vvk-kuenstlerhaus.de

Eventim: www.eventim.de, Hotline 01806/570070

Die Sommernächte im Internet: www.gartentheater-herrenhausen.de

Das neue Ensemble

Der General und Konzert unterm Glasdach

Mobile Musik I Sonderkonzert zum Alte Grammophonfabrik – Sommerfest am Sonnabend, 18. 08. 2018, 22:00 Uhr

Man Ray L’étoile de mer
Nicolas Tzortzis (*1978) L’étoile de mer (2013)
Flöte/Bassflöte, Bassklarinette, Geige, Cello, Klavier und Videoprojektion des Films von Man Ray
17:30
Buster Keaton The General (USA 1926, Regie: Buster Keaton, Clyde Bruckman)
Terry Riley In C (1964)
79:00
Das neue Ensemble

Das neue Ensemble

Anläßlich seines 25jährigen Bestehens macht Das Neue Ensemble, was es seit seiner Gründung unternimmt: die beste Musik von heute erfolgreich unters Volk zu bringen: im Rahmen eines Sommer- und Nachbarschaftsfests wird Tzortzis’ wunderbar einfühlsame Musik zum Man Ray – Klassiker mit einem weiteren cineastischen Klassiker im open air – Kino gepaart: Buster Keatons The General.

Gleichzeitig ein Nachweis der kulturellen Vitalität Hannovers Nordstadt, auch wenn das 1998, als die Nachbarn vor 20 Jahren in die Alte Grammophonfabrik eingezogen sind, beinahe illusorisch
geklungen hat.

Die beste Filmkomödie nicht nur, sondern möglicherweise der beste Film, der überhaupt jemals gedreht wurde – so äußerte sich Orson Welles zu Keatons Meisterwerk „The General“. Die Verfolgungsjagd, unentbehrliche Zutat der filmischen Slapstickkomödie, überhöht dieser Film zur universalen Metapher für Wahnsinn und Gehetztheit der technisierten Gesellschaft, fürs Funktionierenmüssen und für die Maschinenwerdung auch des Menschen. Zwei Lokomotiven, „General“ heißt die eine, sind die eigentlichen Hauptdarsteller und sorgen für die wohl längste und spannendste Verfolgungsjagd der Kinogeschichte. (Roland Quitt) Terry Rileys berühmtes „In C“ überläßt der Komponist den Interpreten und so läßt sie sich von Stephan Meier und seinem Ensemble der des Films anpassen. Die Musiker durchwandern dabei jeder für sich nach eigenen Entscheidungen 53 unterschiedliche Patterns, die alle den Ton c umkreisen. Ein irisierend hypnotisches Band motorischer Klänge, in dem alles eben so sehr auf der Stelle zu stehen wie gleichzeitig rasend sich fortzubewegen scheint.

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https://www.youtube.com/watch?v=HwMf3w0RA6o

 

„Der Mann, der mit Licht schreibt“ hat keine Grenze gesehen zwischen Malerei und Film; Kamera und Pinsel waren ihm gleichwertig mit der Schreibmaschine des Dichters oder Autors. Nicolas Tzortzis, gebürtiger Grieche wohnhaft in Paris, verfolgte seit mehreren Jahren das Projekt einer Trilogie drei seiner Filme, in der er das Verhältnis der Musik zu ihren surrealistischen Inhalten und der beiden Kunstformen zueinander grundlegend untersucht. Schrittweise verläßt die Musik dabei ihre „dienende“ Rolle, indem sie die narrativen Zusammenhänge mehr und mehr verläßt. Das Neue Ensemble, das seit 2013 in Stuttgart, Nischni – Novgorod und Peking mit Nicolas Tzortzis zusammengearbeitet hat, konnte im Rahmen des Musik 21 Festivals 2017 die Man Ray – Trilogie im Sprengel Museum Hannover uraufführen; ein Auftragswerk des Freundeskreises Hauskonzert Musik für heute e. V. hat das ermöglicht.

Eintritt frei / Spenden erbeten

Alte Grammophonfabrik
Edwin-Oppler-Weg 5
30167 Hannover

Aegigienkirche

Gedenkveranstaltung für die Opfer von Flucht und Vertreibung

Aegigienkirche

Aegigienkirche

Die Städtische Erinnerungskultur der Landeshauptstadt Hannover richtet am 20. Juni (Mittwoch) um 18 Uhr in der Ruine der Aegidienkirche Hannover eine Veranstaltung zum nationalen Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung aus und knüpft damit an den zeitgleich begangenen Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen an.

Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Thomas Hermann wird Prof. Dr. Jochen Oltmer vom Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück einen kurzen Vortrag über Flucht und Vertreibung im historischen Kontext halten.

Doris Schröder-Köpf, niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, spricht das Schlusswort der Veranstaltung. Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung vom Gitarristen Omid Bahadori aus Hannover.

DGB-Chor Hannover

80 Jahre Reichspogromnacht – Aufruf an alle Chöre zum 4. Festival „Chöre gegen Rechts“ in Hannover

Der DGB-Chor Hannover hat aus Anlass der Reichspogromnacht am 09.11.1938 bereits dreimal das Chörefestival gegen Rechts durchgeführt. An den Festivals nahmen vielfältige, nicht nur politisch engagierte Chöre – zumeist aus der Region Hannover und Niedersachsen – teil. Zuletzt waren es 32 Chöre, davon ein Chor aus Guernica / Gernika (Baskenland) und zwei Chöre aus den Niederlanden.

DGB-Chor Hannover

DGB-Chor Hannover

In diesem Jahr jährt sich das Gedenken zum 80. mal. Der DGB – Chor Hannover ruft alle Chöre unter dem Motto „Rechte im Anzug!“ zum 4. Festival „Chöre gegen Rechts“ in Hannover auf. Als Veranstaltungsorte für das Festival am 10. und 11.11.18 (Samstag/Sonntag) stehen das neue Gebäude der „Ada-und-Theodor-Lessing-VHS und das Kulturzentrum FAUST zur Verfügung. Kooperationen mit der Volkshochschule und der Jüdischen Gemeinde werden angestrebt. In dem Aufruf (s. Anhang) heißt es u.a.:

„Wir erheben uns und singen für ein Land, in dem wir Menschen uns wohlfühlen ohne dumpfen, gefährlichen Rechtspopulismus für eine friedliche, bunte Welt!
Lasst uns Farbe bekennen und gemeinsam ZivilCHORage zeigen!

Wir freuen uns auf vielfältige Chormusik auf verschiedenen Bühnen!“

Koordination und Anmeldung:
DGB-Chor Hannover
c/o Manfred Wassmann
Davenstedter Straße 60
30453 Hannover
Festnetz 0511 / 2135430
Mobil 0175 / 4056209
www.dgb-chor-hannover.de
e-mail: info@dgb-chor-hannover.de

Neues Rathaus

Hannoverscher Künstlerverein feiert sein 175. Jubiläum mit der Ausstellung „Ort der verlorenen Dinge“

Neues Rathaus

Neues Rathaus

Zum 175. Jubiläum des Hannoverschen Künstlervereins sind im Bürgersaal des Neuen Rathauses vom 6. bis zum 27. Juni Arbeiten verschiedener KünstlerInnen unter dem Titel „Ort der verlorenen Dinge“ zu sehen, die sich als Inspiration mit der Geschichte von „Orlando Furioso“ („Der rasende Roland“, 1516) von Ludovico Ariosto beschäftigen. Zur Eröffnung sprechen am Mittwoch (6. Juni) um 18 Uhr im Bürgersaal des Neuen Rathauses Oberbürgermeister Stefan Schostok und Giorgio Taborri, Generalkonsul der Italienischen Republik in Hannover.

Der Titel der Jubiläumsausstellung „Ort der verlorenen Dinge“ bezieht sich auf den Mond der Erzählung, auf dem sich nicht nur verlorene Gegenstände sammeln, sondern ebenso Ungegenständliches. So zum Beispiel der menschliche Verstand, die vergangene Zeit sowie miteinhergehende Gefühlslagen. Die Ausstellung widmet sich also dem Sichtbarmachen des Ungegenständlichen. Dabei ist auch die Bedeutung der Kunst und dessen Herausforderungen ein Teil dieser Auseinandersetzung.

Für die Ausstellung haben sich folgende 29 KünstlerInnen mit der gesamten Bandbreite der vielfältigen Themen auseinandergesetzt: Karin Bach, Svetlana Bertram-Belash, Shann Born-Kraeff, Hartmut Brandt, Erika Ehlerding, Elena Erhart-Villanueva, Petra Freese, Rolf-H. Geller, Antje Hinze, Ursula Jenss-Sherif, Galina Kapitan, Yasemin Kekec, Marion Kerns-Röbbert, Irene Klaffke, Addi Kremer, János Nádasdy, Pietro Nickl, Carmen Repinski, Ingrid Rogge, Ludmila Sauerwein, Gisela Schmid, Birgit Schrader, Barbara Sowa, Hinrich Storch, Stefan Stettner, Sabine Thatje-Körber, Robert Titze, Sotirios Tsionis und Assunta Verrone.

Umfangreiches Kulturprogramm

Die Ausstellung bietet zudem ein reiches Kulturprogramm von Künstlerführungen bis zu Konzerten und Lesungen im Bürgersaal des Neuen Rathauses. Der Hannoversche Künstlerverein hat sie in Kooperation mit dem Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover und mit der Accademia di Ipazia realisiert.

Mi, 13.06.18, 18 Uhr, Performance: Death and Loss! von Jeanne Hamilton

Fr, 22.06.18, 18 Uhr, Rodeo (Minical) Julia Kokke (Sängerin) und Christoph (Showpartner),

Sa, 23.06.18, 17 Uhr, Orlando Furioso Duo Commedia Nova, Literarisches Konzert mit Marionetten- und Maskenspiel

So, 24.06.18, 15 Uhr, Lesung aus Italo Calvino „Orlando Furioso“ mit Marcos Bruiszís, Sprecher: Felix Briegel & Pietro Nickl, Hofsaal, Künstlerhaus, Sophienstr. 2, 30159 Hannover

Mi, 27.06.18. 17 Uhr, Finissage – Lesung der „Gruppe Poesie“: Barbara Macherius, Christa Eschmann, Dirk Strauch, Julia Sander, Marcus Neuert, Monika Garn-Hennlich, Susanne Schieble, Tahere Asghary, Tarja Sohmer, Klaus Hespe

Bogenschütze vor dem Neuen Rathaus

Klassik und Jazz im Neuen Rathaus

Die Konzertreihe „Klassik und Jazz im Neuen Rathaus“ der Musikschule Hannover wird fortgesetzt. Am Donnerstag (24. Mai) steht um 19.30 Uhr im Mosaiksaal des Neuen Rathauses, Trammplatz 2, Jazz der Band „Cream Flow“ auf dem Programm.

Die Band „Cream Flow“ ist ein kultur- und generationenübergreifendes Musikprojekt. Drei virtuose und sympathische Künstler spielen Eigenkompositionen, Jazz und anspruchsvolle Poptitel in originellen Arrangements.

Es spielen: Agnes Hapsari (Gesang und Piano), Pit Schwaar (Gitarre) und Marco Knichala (Schlagzeug, Perkussion und Gesang)

Karten für das Konzert gibt es an der Abendkasse und im Haupthaus der Musikschule, Service-Bereich, Maschstraße 22-24 (Dienstag und Donnerstag 9 bis 17 Uhr, Mittwoch 8 bis 11 Uhr, Freitag 9 bis 14 Uhr), Telefon 168-44137. Erwachsene zahlen zehn Euro, SchülerInnen und StudentInnen fünf Euro.