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Europäische Tage des Kunsthandwerks

Europäische Tage des Kunsthandwerks

Waren es 2016 noch einige wenige Werkstätten in der Umgebung, die sich an den Europäischen Tagen des Kunsthandwerks beteiligten, sind in diesem Jahr zum 70. Jubiläum der Arbeitsgruppe Kunst-Handwerk-Design Hannover AKH fast 40 Orte und 70 TeilnehmerInnen in der Region Hannover-Hildesheim dabei.

31. März – 2. April 2017

Erleben Sie, wie im Kunsthandwerk gearbeitet wird. Probieren Sie in Schnupperkursen alte und neue handwerkliche Techniken. Betrachten und begreifen Sie die Dinge des täglichen Lebens, so wie sie von uns gestaltet und erdacht worden sind.

Kunsthandwerk und Design, so wie es sich an diesem Wochenende präsentiert, zeigt das kreative Potential, die handwerklich und gestalterisch fundierte Schaffenskraft, die in unseren Köpfen und Händen liegt.

Entdecken Sie die Orte an denen Kunsthandwerk entsteht und regelmäßig in Ausstellungen auf hohem Niveau gezeigt wird – zeitgleich mit Werkstätten in fast 20 europäischen Ländern.

Ausstellung "zu zweit und nicht allein"Auch die Handwerksform Hannover – das Ausstellungszentrum der Handwerkskammer Hannover – beteiligt sich an den Europäischen Tagen des Kunsthandwerks mit der Ausstellung „zu zweit und nicht allein“.

Gezeigt werden die Arbeiten von 36 KunsthandwerkerInnen und DesignerInnen aus den Werkbereichen Gerät, Glas, Holz, Keramik, Leder, Licht, Metall, Schmuck, Textil.

Otto Dix - Pferdekadaver. Blatt 5 der Mappe „Der Krieg“, 1924

Kuratorenführung: Das Glück der Erde

Fernand Léger - Illustration zum Buch Cirque, 1950

Fernand Léger – Illustration zum Buch „Cirque“, 1950

… Zossen, Rösser, Pferde in der modernen Kunst

Der Ausstellungstitel zitiert das alte Sprichwort „Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde“, das bereits zu seiner Entstehungszeit im 19. Jahrhundert einen sentimentalen Sehnsuchtsgedanken nach dem Natürlichen und Elementaren, zur kentaurenhaften Verbundenheit mit der Kreatur , ausdrückte . Im bürgerlichen Zeitalter des 19. Jahrhunderts hatte das Pferd als adeliges Paradepferd und Repräsentationsobjekt zwar ausgedient, doch wurde es weiterhin benötigt als Zugpferd für die Postkutsche und Pferdestraßenbahn in den Städten, vor dem Pflug und Heuwagen. Neben Landwirtschaft und Stadt ist die Armee der stärkste Pferdenutzer im 19. Jahrhundert, aber auch in den beiden Weltkriegen gab es trotz aller Mechanisierung noch einen enormen Pferdebedarf (auf deutscher Seite im 1. Weltkrieg 1,8 Mio., im 2. Weltkrieg, vor allem am der Ostfront, 2,7 Mio.).

Eine Führung durch die Ausstellung mit Karin Orchard
Dienstag, 28.03.2017 um 18.30 Uhr

Bürgerliche Vergnügungen wie Pferderennen, Stierkampf (Picasso) und Zirkus (Léger) boten ebenfalls ein neues Betätigungsfeld für die künstlerische Pferdedarstellung. Mit der weiteren Industrialisierung und dem Aufkommen von Elektrotram und Automobil noch vor dem Ersten Weltkrieg begann in den Großstädten jedoch das Zeitalter der „Entpferdung“ (Isaak Babel). Je mehr sich das reale Pferd aus der sich mechanisierenden Zivilisation entfernte, desto mehr gewann es an imaginärer und chimärischer Präsenz. In der Kunst d es Expressionisten Franz Marc symbolisiert es abstrakte Ideen und Spiritualität. Im Mythos ist es ein Begleiter des Göttlichen, wie bei Georges Braque oder Ossip Zadkine, in Traum und Poesie wird es lebendige Metapher von Pathos, Erotik und Leidenschaft, wie bei Picasso, Chagall und Max Ernst.

Die epochale Trennung von Mensch und Tier, das Ende des „kentaurischen Paktes“, wie Ulrich Raulff (2015) die Arbeits – und Lebensgemeinschaft von Mensch und Pferd nennt, wurde in den 1950er – Jahren vollzogen, als die letzten Arbeitspferde in der Landwirtschaft durch Traktoren ersetzt wurden. Geblieben ist die ästhetische Beglückung und Begeisterung durch den Adel, die Schönheit und Liebenswürdigkeit des Pferdes. Heute gibt es in Deutschland wieder eine Million Pferde und etwa ebenso viele Reiter und vor allem Reiterinnen. Das Land Niedersachsen trägt das steigende Sachsenross im Wappen, seine Hannoveraner und Oldenburger sind weltweit begehrte Exportartikel, und etwa 50.000 Menschen leben allein in Niedersachsen von der Pferdewirtschaft. Dennoch ist das Pferd, historisch gesehen, unsichtbar, seine Bedeutung hat es heute vor allem als Freizeitpartner und „Sportgerät“.

Von allen Tieren ist das Pferd dasjenige, das die tiefste und weitreichendste Auswirkung auf die menschliche Entwicklung und Kultur hatte. Gemeinsam mit der Erfindung des Rades veränderte und bestimmte es die Geschichte und den Lebensstil des Menschen grundlegend. Der „kentaurische Pakt“ ist jedoch schwer erarbeitet. Das schnelle Fluchttier Pferd musste durch Zucht und Dressur den Bedürfnissen des Raubtieres Mensch angepasst werden. Als rasante Tempomaschine ermöglichte es dem Menschen Herrschaft und Gewalt über große Territorien, „als animalischer Vektor wurde das Pferd zum politischen Tier und zu m wichtigsten Gefährten des Homo sapiens.“ (Raulff)

Sprengel Museum Hannover
Kurt-Schwitters-Platz
30169 Hannover
www.sprengel-museum.de

Bilder:

Otto Dix
Pferdekadaver. Blatt 5 der Mappe „Der Krieg“, 1924
Ätzung und Kaltnadel, 14,3 x 19,3 cm
Sprengel Museum Hannover,
Ankauf mit Unterstützung der KulturStiftung der Länder und des Landes Niedersachsen
Foto: Michael Herling/Aline Gwose, Sprengel Museum Hannover
© VG Bild – Kunst, Bonn 2017

Fernand Léger
Illustration zum Buch „Cirque“, 1950
Farblithografie, 38,3 x 28,7 cm
Sprengel Museum Hannover,
Schenkung Sammlung Sprengel (1969)
Foto: Michael Herling/Aline Gwose, Sprengel Museum Hannover
© VG Bild – Kunst, Bonn 2017

Das doppelte Lottchen

Das doppelte Lottchen

Luise und Lotte stehen sich in einem Ferienheim das erste Mal in ihrem Leben gegenüber. Luise findet es anfangs unverschämt, dass eine daherkommt, die genauso aussieht wie sie. Doch bald finden beide heraus, dass sie am selben Tag in derselben Stadt geboren sind und dass Lotte nur ihre Mutter hat und Luise nur ihren Vater. Klar, dass da was faul sein muss! Mutig nehmen sie ihr Leben selbst in die Hand. Nach den Ferien fährt Luise anstelle von Lotte zur Mutter und Lotte fährt anstelle von Luise zum Vater. So wollen sie herausfinden, was eigentlich los ist. Kurz und gut, es ist eine Verschwörung im Gange!

Erich Kästner verfasste den Roman, der diesem Theaterstück zugrundeliegt, in den frühen 1950er Jahren, als das Thema Ehescheidung noch verpönt war. Mit seinen Geschichten, in denen Kinder in ihrem Denken und Handeln stets selbstständig sind, fördert Kästner das Selbstvertrauen von Kindern. Die Geschichte der getrennten Zwillinge, die sich zufällig kennen und lieben lernen, ihre Rollen tauschen und eine Wiedervereinigung der Familie einfädeln, wird mit Ernsthaftigkeit und Humor erzählt.

Montag, 27.03.2017
von 11:00 bis 12:30 Uhr

Kosten: 4,00 Euro
mit HannoverAktivPass kostenlos

Bürgerhaus Misburg
Seckbruchstraße 20
30629 Hannover

Ein Theaterstück für Kinder ab 7 Jahren vom Theater Feuer und Flamme.
www.feuerundflamme.de

Unterm Glockenturm – Konzert der Genüsse

Unterm GlockenturmDas Blasorchester „Die Ansatzwaisen“ lädt zum Konzert der Genüsse ein!

Genießen Sie Musik von den beatles bis Coldplay, sowie Medleys aus Film und Musical, wie „Willy Wonka and the Chocolate Factory“ oder „Les Miserables“. Auch Swing, Pop und Latin kommen nicht zu kurz. Die rund 30 Musikerinnen und Musiker unter der Leitung von Natali „Alfi“ Hönemann waren bereits 2012 zu Gast. Freuen sie sich auf ein Wiedersehen.

Samstag, 25.03.2017 um 18:00 Uhr
Der Eintritt ist frei

St. Johannes Kirche Davenstedt
Altes Dorf 10
30455 Hannover
www.stjohannes-davenstedt.de

Tratsch im Treppenhaus

Tratsch im Treppenhaus

Wir tratschen nichtKomödie in vier Akten bearbeitet und modernisiert von Florian Battermann

In der freien Fassung vom Theater Südstädter Komöd’chen e. V. zum 20-jährigem Bestehen 2017. Ein Bericht über die viel beklatschte Premiere von Jens Schade.

Urfassung von Jens Exler aus dem Niederdeutschen übertragen von Silvia Keim.

Aufführungsrechte: Theaterverlag Karl Mahnke, Verden/Aller.

www.suedstaedter-komoedchen.de

Die Cafeteria im Freizeitheim bietet u. a. Kaffee & Kuchen ab 15:00 Uhr an!

Freitag, 24.03.2017 um 20:00 Uhr

Samstag, 25.03.2017 und Sonntag, 26.03.2017
jeweils 16:00 h

Freizeitheim Döhren
An der Wollebahn 1
30519 Hannover

„Digital Sounds“ präsentiert zur CeBIT „Klassik trifft Electronica“

Unter dem Titel „Klassik trifft Electronica“ präsentiert „Digital Sounds“ am Freitag (24. März) im Sprengel Museum Hannover ein Konzert von Damian Marhulets mit der Uraufführung seiner Komposition „Ecartelé“ gefolgt von der audiovisuellen Performance „Stellar /Electronic“. Einlass ist um 19 Uhr, Beginn 20 Uhr. Der Eintritt kostet zehn, ermäßigt acht Euro. Im Anschluss lädt Calamari Moon, der Club in der Cumberlandschen Galerie im Schauspielhaus, alle Gäste des Konzerts zu einem analogen Ausklang mit DJ Oliver Korthals (Mojo Club).

Zu Damian Marhulets:

Er nennt sich Composer, Artist und Producer, hat an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover sowie in Köln studiert, war Stipendiat des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur und ist ein Grenzgänger zwischen musikalischen Welten: Damian Marhulets Arbeitsmaterial sind digitalisierte Klänge, sein Handwerkszeug ist das Mischpult. „Klassik trifft Electronica“ ist sein Auftritt am Freitag, 24. März, im Sprengel Museum überschrieben. Dann erlebt die Komposition „Ecartelé“ Uraufführung, gefolgt von der audiovisuellen Performance „Stellar / Electronic“. Einlass ist um 19 Uhr, Beginn 20 Uhr. Der Eintritt kostet 10 Euro, ermäßigt 8 Euro. Im Anschluss lädt Calamari Moon, der Club in der Cumberlandsche Galerie im Schauspielhaus, alle Gäste des Konzerts zu einem analogen Ausklang mit DJ Oliver Korthals (Mojo Club).

Das Konzert steht in der Reihe „Digital Sounds“, die im vergangenen Herbst als Tagung mit Konzert gestartet ist, und sorgt zur CeBIT für elektronisch-digitale Höreindrücke am Abend. „Digital Sounds“ – dahinter steht eine Kooperation der Stadt Hannover als Unesco City of Music, der Region Hannover mit der Marke Hörregion sowie hannoverimpuls. Mit Damian Marhulets hat das Kooperationsprojekt einen hannoverschen Künstler gewonnen, der in digitalen Klangwelten quasi zu Hause ist. Nach großen Erfolgen als Oboist in der Kindheit wandte er sich nach dem Umzug nach Deutschland im Jahr 2000 der experimentellen Musik zu. Seitdem war er unter anderem in der Berliner Philharmonie, im BOZAR – Palais des Beaux-Arts Brussels und beim “Re:New” Digital Art Festival Copenhagen zu hören.

„Digital Sounds“ ist auch auf der CeBIT präsent:

Am Donnerstag, 23. März, gibt Pit Noack von 10 bis 17 Uhr stündlich Workshops in der Programmiersprache Sonic Pi für Musik; Halle 8, The Loft.

Am Freitag, 24. März, spricht Musiker, Produzent und Peppermint-Jam-Gründer Mousse T. von 10.45 bis 11.30 Uhr über die Digitalisierung in der Musikindustrie, Halle 8, Bamboo Stage.

Mehr „Digital Sounds“:

Gespräch und Konzert mit Robert Henke / Monolake am Freitag, 2. Juni, 20 Uhr, in der Lutherkirche in Hannover – eine Veranstaltung des Literarischen Salons in Kooperation mit „Digital Sounds“, Eintritt 10 Euro, Ermäßigt 6 Euro.

Rammstein in Paris

Konzertfilm: Rammstein in Paris

Während der „Made in Germany“-Tour drehte der schwedische Regisseur Jonas Åkerlund im März 2012 bei zwei umjubelten Rammstein-Konzerten, die vor jeweils 17.000 Zuschauern im Pariser Bercy stattfanden. In dem Film, der daraus entstanden ist (mit 16 Songs aus dem gesamten Repertoire), zeigt Jonas Åkerlund einen radikal neuen Ansatz, die Energie und Spannung einer Rammstein-Show in ein einmaliges visuelles und sonisches Erlebnis zu fassen.

Jonas Åkerlund: „Wir haben die beiden Paris-Konzerte mit insgesamt 30 Kameras gedreht. Das ergibt 60 verschiedene Blickwinkel. Außerdem haben wir bei der Generalprobe Nahaufnahmen der einzelnen Musiker gefilmt. Man kann sich also vorstellen, …

Donnerstag, 23.03.17 um 20:00 Uhr

weitere Termine:
Freitag, 24.03.17  um 23:00 Uhr
Mittwoch, 29.03.17 um 20:00 Uhr

Astor Grand Cinema
Nikolaistraße 8
30159 Hannover

www.astor-grandcinema.de

„Wie an jedem Tag“ – neue Lyrik und Prosa von Hans Georg Bulla und Bert Strebe

Zu einer Lesung mit Musik lädt die Landeshauptstadt für Freitag (24. März) um 19.30 Uhr ins Künstlerhaus, Sophienstraße 2, ein. Dann stellt Hans Georg Bulla seine fertigen Gedichte aus seinem neuen Lyrikband „Wie an jedem Tag“ und Bert Strebe einen Auszug aus seiner noch „unfertigen“ Erzählung vor. Der Lyrikband „Wie an jedem Tag“ ist als bibliophile Edition zusammen mit der Grafikfolge „Sieben Tage“ von Peter Marggraf in der San Marco Handpresse erschienen. Bert Strebe präsentiert keine Gedichte, sondern Prosa, kein fertiges Buch, sondern einen Auszug aus einer Erzählung, die noch nicht abgeschlossen ist: „Work in progress“. Monika Herrmann begleitet die Lesung musikalisch am Cello. Die Karten an der Abendkasse kosten sieben, ermäßigt fünf Euro.

Zu den Autoren und der Musikerin:

Hans Georg Bulla, geb. 1949, lebt in der Wedemark und ist Autor, Lektor und Herausgeber. Bulla veröffentlichte Prosa, Essays und vor allem Gedichte. Er erhielt zahlreiche Preise, so den Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis und den Kurt-Morawietz-Literaturpreis der Stadt Hannover. Der Autor ist Mitglied des PEN.

Bert Strebe, geb. 1958, ist Journalist und Autor und schreibt unter anderem für die Hannoversche Allgemeine Zeitung. Strebe hat Gedichte, Erzählungen und einen Roman veröffentlicht. Nach Jahren auf dem Land lebt er inzwischen wieder in Hannover.

Monika Herrmann studierte Cello bei Prof. Aydintan in Hannover und bei Prof. Leihenseder-Ewald in Weimar. Sie spielt auch Barockcello und tritt unter anderem im Streichquartett ViaArtis auf.

LANG LANG – ABGESAGT

Klavierabend mit Lang Lang in Hannover abgesagt

Leider muss das Konzert mit Lang Lang in Hannover am 21. März 2017 entfallen. Der Künstler ist an einer schweren Grippe erkrankt und musste in der vergangenen Woche bereits seine Auftritte in der Royal Albert Hall in London absagen. Lang Lang selbst bedauert dies außerordentlich. Sein Management und PRO MUSICA bemühen sich um eine baldige Rückkehr des Pianisten nach Hannover mit einem neuen Programm.

Die Konzertkarten können ab sofort zurückgegeben werden. Bitte beachten Sie, dass sie nur dort erstattet werden können, wo sie erworben wurden. Wir bitten um Ihr Verständnis und wünschen Lang Lang eine rasche Genesung.

http://www.hcc.de/de/events-details/event,9b72e31dac81715466cd580a448cf823

„Kompetenznachweis Kultur“

Kulturdezernent Harald Härke ehrt 76 Jugendliche aus drei städtischen Kulturprojekten

Kulturdezernent Harald Härke hat am 14. März2017 den 65 TeilnehmerInnen des städtischen Projektes Lesementoring, sieben Jugendlichen aus dem Medienprojekt „SchülerInnen schulen SeniorInnen“ und die Band-Mitglieder der „IV Brüder“ aus dem Projekt OPEN BAND NIGHT den „Kompetenznachweis Kultur“ der Bundesvereinigung Kulturelle Jugendbildung e.V. überreicht.

Zum „Kompetenznachweis Kultur“:

Das Besondere am Kompetenznachweis Kultur ist, dass für jeden Jugendlichen individuell seine Fähigkeiten und Stärken dokumentiert werden.

Der „Kompetenznachweis Kultur“ ist ein bundesweit anerkanntes Instrument in der kulturellen Bildung. Er wird von speziell geschulten Fachkräften an Jugendliche vergeben, die freiwillig und ehrenamtlich in längerfristigen kulturellen Projekten mitarbeiten. Bundesweit ist Hannover an der Spitze der ausgestellten Kompetenznachweise.

Die ausgezeichneten Projekte:

Lesementoring:

Im Lesementoring-Programm, das nun schon seit elf Jahren ein fester Bestandteil der kulturellen Bildungsarbeit der Stadt Hannover ist, haben im vergangenen halben Jahr 65 SchülerInnen aus sechs hannoverschen Schulen (Goetheschule, Leonore Goldschmidt-Schule- IGS Mühlenberg, Kurt Schwitters-Gymnasium, IGS Linden, Schillerschule, IGS Roderbruch) rund 200 Grundschulkinder aus neun verschiedenen Grundschulen (GS Fuhsestraße, GS Wendlandstraße, GS Mühlenberg, GS Pestalozzi, GS Kardinal Galen, Eichendorffschule, Albert Schweitzer-Schule, Primarbereich der IGS Roderbruch, GS Lüneburger Damm) betreut und mit ihnen jede Woche 90 Minuten lesen trainiert, ihnen interessante Bücher nähergebracht, sie zum Lesen motiviert, mit ihnen gespielt und – was in zwei Stadtteilen neu ist – auch digital mit iPads gearbeitet. Die Jugendlichen bringen neben ihrer eigenen Lesefreude viel pädagogisches Geschick und Engagement für die Kinder ein. Sie lernen, Verantwortung für eine Kindergruppe zu übernehmen, die Kinder zum Lesen zu motivieren und sie individuell zu fördern.

Das Projekt wurde von der Landeshauptstadt Hannover entwickelt und von anderen niedersächsischen Städten übernommen. In der Vergangenheit wurde das Lesementoring immer wieder mit Preisen von verschiedenen Stiftungen ausgezeichnet.

„SchülerInnen schulen SeniorInnen“

Die Lernoase im Freizeitheim Vahrenwald bietet seit Februar 2014 das Projekt „SchülerInnen schulen SeniorInnen“ an. SeniorInnen können mit ihren Fragen rund um die Nutzung digitaler Medien zu bestimmten Terminen ins Freizeitheim kommen, wo sie von den Jugendlichen beraten werden. Die SchülerInnen erläutern den SeniorInnen den Umgang mit PCs, mobilen Endgeräten, dem Internet und sozialen Kommunikationsnetzwerken. Vom Austausch profitieren beide Seiten. Die SchülerInnen lernen soziale Kompetenz, Teamfähigkeit, Verantwortung und Eigeninitiative und müssen ständig ihre Kommunikationsfähigkeiten erweitern: Sie entwickeln Strategien zur Ermutigung der Lernenden und müssen sprachlich stets Brücken bauen: zwischen dem Fachjargon der neuen Medien und der älteren Generation. Die Jugendlichen gehen spontan auf Anliegen und Fragestellungen der SeniorInnen flexibel und kreativ ein und müssen sich auch neue Inhalte aneignen. Vorrangige Themen der SeniorInnen sind: online einkaufen, Reisen buchen, Whatsapp nutzen, Fotos mit Familienmitgliedern und Freunden per E-Mail teilen oder E-Books herunterladen. Die Jugendlichen werden durch die Mitarbeiter der Lernoase, angeleitet. Die Treffen finden einmal wöchentlich statt. Die kooperierende Schule im Projekt ist die IGS Büssingweg aus dem Stadtteil Vahrenwald. Die erfolgreiche Arbeit wurde bereits zwei Mal mit einem Preis des Vereins „n-21 Schulen in Niedersachsen online“ und der Sparkassen in Niedersachsen ausgezeichnet. Der „Kompetenznachweis Kultur“ wird in diesem Projekt zum ersten Mal an beteiligte Jugendliche vergeben.

OPEN-BAND-NIGHT 

Seit September 2016 sind junge Musiker aus dem Stadtteil Linden daran beteiligt, eine Konzertreihe für Newcomer Bands, die OPEN-BAND-NIGHT gemeinsam mit dem Freizeitheim Linden zu entwickeln. Die jungen Musiker der Band „IV Brüder“ sind tätig als Multiplikatoren, zuständig für Organisation und Durchführung. Sie bringen nicht nur ihre Technikkenntnisse und ihre musikalischen Talente mit ein; sie haben auch jede Menge Organisationstalent, Einfühlungsvermögen und Präsentationsfähigkeiten bewiesen, indem sie mittlerweile in drei Konzerten jeweils 3 Newcomer-Bands eine Bühne geboten haben und dem Publikum viel Freude bereitet. Sie zeichnen auch für die musikalische Untermalung der Feierstunde „Kompetenznachweise Kultur“ verantwortlich.

Die Stiftung Sparda-Bank spendiert allen Jugendlichen einen Theatergutschein zum Besuch von zwei Theatervorstellungen.

Hannover 96 lädt alle Jugendlichen mit einer Freikarte zu einem Besuch ins Stadion ein.

Online-Informationen

www.kompetenznachweiskultur.de

www.lesementoring.de

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