Engelbosteler Damm

E-Damm (Straßenschild)Der Engelbosteler Damm im Sprachgebrauch E-Damm liegt im Stadtbezirk Nord und gehört zum Stadtteil Nordstadt.

Die bei Studenten beliebte Hauptgeschäftsstraße  mit ihren vielen Läden und Gastronomiebetrieben ist das Herz der Nordstadt. Sie führt von der Christuskirche über die Kopernikusstraße bis zur Eisenbahnbrücke am Bahnhof Nordstadt. Nach der Brücke geht sie in die Schulenburger Landstraße über.

Der erste Teil bis zur Kopernikusstraße lädt mit den breiten Bürgersteigen zum Flanieren ein. Nach der Kreuzung folgt die Rampe der U-Bahn über die die Linien 6 und 11 hier wieder das Tageslicht erblicken. Ein kurzes Stück zwischen den Einmündungen Am Kläperberg und Bodestraße ist die Straße für den Autoverkehr gesperrt und als Fußgängerzone ausgewiesen, so ist die Straße für den Durchgangsverkehr unattraktiv gemacht worden.

Gegenüber der Christuskirche befindet sich das türkische Generalkonsulat (offizielle Adresse ist allerdings An der Christuskirche 3), das als Reaktion auf die Aktivitäten der kurdischen Untergrundorganisation PKK seit 1993 ununterbrochen von der Polizei bewacht wird.

Auf dem E-Damm sind ganze Häuserfassaden mit Graffiti gestaltet. Der brasilianische Künstler Ramon Martins hat 2017 im Zuge des Street Art Summers das großflächige Mural an den Engelbosteler Damm 11 gebracht. Drei Jahre später hat Rookie the weird das Bild zum Hola Utopia! auf die gegenüberliegende Seite gebracht.

Informationen zum Engelbosteler Damm

Postleitzahlen: 30167
Wohnlage: normal, gut
Gebäude: Geschäfte und Mehrfamilienhäuser
Parkmöglichkeiten: gebührenpflichtige Parkplätze
amtl. Straßenschlüssel: 00826

Nützliche Links

Geschichte

Ein Knüppeldamm, der durch Aufschüttungen als Landstraße nach Engelbostel führte, existierte bereits im 15. Jahrhundert als Vorläufer der heutigen Straße.

Noch zu Zeiten des Königreichs Hannover und zu Beginn der Industrialisierung verlegte der Chemiker Carl Hornemann 1840 seine kurz zuvor gegründete Farben- und Tintenfabrik an den Engelbosteler Damm. Aus dieser Fabrik, die dann von Günther Wagner übernommen wurde, entstand später die Pelikan AG. Hornemann zu Ehren wurde ein Teil der Rehbockstraße in Hornemannweg umbenannt.

1845 erhielt die Straße ihren heutigen Namen.

Nach der Ausrufung des Deutschen Kaiserreichs und der dann folgenden Gründerzeit 1886 wurde die Straße als erste in Hannover mit dem vom Direktor der Deutschen Asphalt-Aktiengesellschaft (DASAG) Emil Heuser patentierten Stampfasphalt belegt. Ein paar Jahre später fuhr auf den Schienen der hannoverschen Straßenbahn noch der Pferdeomnibus, stadteinwärts mit Endstation Große Barlinge.

Leo Brawand, Journalist und Mitbegründer des Spiegels, zog zu seiner Jugendzeit und in der Zeit des Nationalsozialismus vom Puttenser Felde an den Engelbosteler Damm. Seine Erlebnisse beschrieb er ausführlich in dem Buch Die Leute vom Damme. Familiäres und Geschichtliches aus Hannover liest man in dem 2000 im Leuenhagen und Paris Verlag erschienenen Buch.

Durch die Nähe zur Continental AG wurden bei den Luftangriffen auf Hannover im 2. Weltkrieg insbesondere die östliche Straßenseite zerstört. Vieles wurde hier durch Neubauten ersetzt. Ursprünglich für die Firma Feinkost Appel baute der Architekt Ernst Zinsser 1955 zum Beispiel das heutige Carl-Morotini-Haus als Fabrikgebäude.

Nebenstellen und Bürgerämter des Ordnungsamt

Bürgeramt Mitte, Aegidientorplatz 1

Finanzamt

Hannover-Mitte, Lavesallee 10, Tel. +49 511 1675-0

Straßenreinigung

Gertrud-Knebusch-Str. 7, Tel. +49 511 991142551

Müll melden: www.hannover-sauber.de

Müllabfuhr

Garbsen, Tel. +49 511 991149499

Wertstoffhöfe / Abfallkalender / Sperrmüll

Polizeidienststellen

Polizeikommissariat Nordstadt
Bodestraße 6, Tel. +49 511 109-3115

Polizeistation Vinnhorst
Spierenweg 3, Tel. +49 511 109-3191

Öffentliche Verkehrsmittel

Stadtplan

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Bildquellen:

  • Engelbosteler Damm (Straßenschild): www.hannover-entdecken.de